Frage Schwangerschaft/ Nachzahlung

  • Hallo,ich habe mal eine Frage und vieleicht kennt sich jemand damit aus. Es geht darum das meine Lebensgefährtin schwanger ist. Wir beide bekommen zurzeit ALG II. Jetzt habe ich an euch 2 Fragen.


    1. Ist man verpflichtet dies dem Jobcenter mitzuteilen?


    2. Es gibt ja nach der Geburt eine Nachzahlung von Elterngeld und Kindergeld. Dies behält ja das Jobcenter bzw. geht an das Jobcenter. Wenn wir dem Jobcenter die Schwangerschaft mitteilen würden gäbe es ab der 13ten Woche Mehrbedarf für Schwangere. Wie sieht es aber aus wenn man auf den Mehrbedarf monatlich verzichtet? Darf man dann die Nachzahlungen des Kindes behalten? Oder geht dies trotzdem an das Jobcenter?

  • Hallo!


    Wenn wir dem Jobcenter die Schwangerschaft mitteilen würden gäbe es ab der 13ten Woche Mehrbedarf für Schwangere.


    Was ihr auch machen solltet, denn im ALG II Bezug wird kaum jemand auf den Mehrbedarf

    verzichten können. Es sei denn, ihr hättet irgendwo andere Geld-Quellen.


    Wie sieht es aber aus wenn man auf den Mehrbedarf monatlich verzichtet? Darf man dann die Nachzahlungen des Kindes behalten?


    Kleinen Irrtum aufklären und du siehst, dass deine Gedanken sinnlos sind. Denn Elterngeld

    ist eine vorrangige Leistung. Somit zu beantragen, weil es die Hilfsbedürftigkeit vermindert.


    Seither können werdende Eltern in Hartz IV Bezug – bis auf eine kleine Ausnahme – nicht mit zusätzlichem Geld für ihrer Kinder rechnen.


    Eine Ausnahme gibt es:



    Was das Kindergeld angeht, es wird grundsätzlich bei ALG II Bezug angerechnet.



    Mein Rat, stellt zeitnah den Antrag auf Mehrbedarf, denn Verzicht bringt euch nichts:


    Dieser Mehrbedarf wird an alle erwerbsfähigen und hilfebedürftigen Mütter ab der 13. Schwangerschaftswoche gezahlt und beträgt 17% der maßgeblichen Regelleistung (geht man also beispielsweise von 424 Euro Regelbedarf aus, betrüge der Mehrbedarf 72,08 Euro monatlich. Sollte die „Erwerbsfähigkeit“ nicht gegeben sein (Sozialgeld Empfänger unter 15 Jahren) so wird der Mehrbedarf trotzdem gezahlt und berechnet sich an der altersentsprechenden Regelleistung der Schwangeren.


    Gruß

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