Niedriglohnsektor

Bundesarbeitsgericht schiebt Leiharbeit einen Riegel vor

Schriftzug Gleichbehandlung Lohn für ArbeitLeiharbeit und Niedriglohn – das Bundesarbeitgericht (BAG) hat mit Beschluss vom 10. Juli 2013 (7 ABR 91/11 )eine wichtige Entscheidung getroffen, damit prekäre Beschäftigungsverhältnisse aus Leiharbeit keine vollwertigen, sozialversicherungsplichtigen Jobs der Stammbelegschaft ersetzen. Im Kern hatte das BAG darüber zu entscheiden, ob der Betriebsrat des Entleihbetriebes seine Zustimmung zum Einsatz von Leiharbeitern verweigern kann, wenn die Beschäftigung nicht nur vorübergehend ist.Bundesarbeitsgericht schiebt Leiharbeit einen Riegel vor

Schaubild Stundenlohn und Anspruch auf Grundsicherung nach Haushalten

Studie: 7,98 Euro Stundenlohn sind Hartz IV Niveau

Für eine aktuelle Studie des Instituts Arbeit und Qualifikation der Uni Duisburg-Essen (IAQ) hat Prof. Dr. Gerhard Bäcker untersucht, wie hoch der Stundenlohn eines Beschäftigen ausfallen muss, damit dieser mindestens das Niveau von Hartz IV erreicht. Dabei kam der Forscher im Bundesdurchschnitt auf einen Betrag von 7,98 Euro pro Stunde brutto, die ein Single verdienen muss, um seinen Grundsicherungsbedarf zu decken. In einer Modellrechnung hat das Institut Bruttolöhne verschiedener Haushaltsgrößen und Mietrichtwerte (angemessene Kosten der Unterkunft und Heizung im Bundesdurchschnitt) gegenüber gestellt und daraus die jeweiligen Stundenlöhne bei Vollzeit (37,7 Stunden/ Woche) abgeleitet.Studie: 7,98 Euro Stundenlohn sind Hartz IV Niveau

Jobverlust: Aufstocker rutschen umgehend in Hartz IV

Noch zeigt sich der Arbeitsmarkt in Deutschland robust. Einer aktuellen Umfrage nach stellt sich ein knappes Drittel der Unternehmen aber in absehbarer Zeit auf Entlassungen ein. Und für viele Betroffene führt der Weg nicht in ALG I, sondern umgehend in Hartz IV. Einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zufolge sind davon 30 Prozent betroffen.Jobverlust: Aufstocker rutschen umgehend in Hartz IV

Heinricht Alt sieht Chancen für 400.000 Hartz IV Bezieher im Niedriglohnsektor

Der Arbeitsmarkt hat sich im Monat Juli schwächer entwickelt, saisonbereinigt hat sich zum wiederholten Mal ein leichter Anstieg abgezeichnet. Für so manchen Experten ist damit bereits die Trendwende auf dem Arbeitsmarkt in Sicht. Und auch Unternehmen reagieren in Bezug auf Neueinstellungen zurückhaltender. Für den Vorstand der Bundesagentur für Arbeit, Heinrich Alt, allerdings kein Grund für einen negativen Ausblick auf das 2. Halbjahr 2012. Gerade in den Sommermonaten sei die Nachfrage am Markt geringer.Heinricht Alt sieht Chancen für 400.000 Hartz IV Bezieher im Niedriglohnsektor