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Mutter und Kind

„Starke-Familien-Gesetz“ – Was bringt das neue Gesetz für Hartz IV Empfänger?

Zu viele Familien leben in Deutschland weit unter dem Existenzminium. Das Geld für Schulranzen, Sportverein und Co. ist schlicht und einfach nicht vorhanden. Nun will die Regierung mit dem frisch verabschiedeten „Starke-Familien-Gesetz“ mehr für finanziell schwächere Familien tun und Kinderarmut vorbeugen. Doch können Kinder aus Hartz IV Familien tatsächlich davon profitieren?

„Starke-Familien-Gesetz“ – Was bringt das neue Gesetz für Hartz IV Empfänger?

Traurig: Familienentlastungsgesetz ignoriert Hartz IV Empfänger

Der Grundgedanke ist lobenswert. An der Umsetzung hapert es jedoch – wie so oft. Das jetzt beschlossene Familienentlastungsgesetz geht völlig an den Bedürfnissen von Hartz IV Empfängern vorbei. Sie profitieren nicht oder nur minimal von den Neuerungen. Es scheint mal wieder eher so zu sein, dass vor allem besserverdienenden Familien der Bauch gepinselt wird.

Traurig: Familienentlastungsgesetz ignoriert Hartz IV Empfänger

Elterngeld bleibt bei Hartz IV weiterhin Nullrechnung!

Obwohl das Arbeitslosengeld II (Hartz IV) die einzige Sozialleistung ist, auf die das Elterngeld vollständig angerechnet wird, wurde eine diesbezügliche Klage vor dem Bundessozialgericht als unzulässig abgewiesen. Da bei der Anrechnung die „gesetzlichen Anforderungen erfüllt seien“, sehen Deutschlands höchste Sozialrichter keinen Handlungsbedarf.Elterngeld bleibt bei Hartz IV weiterhin Nullrechnung!

Kinderzuschlag Erhöhung bewahrt nur Wenige vor Hartz IV

Die beschlossene Erhöhung des Kinderzuschlags bewahrt nur wenige Eltern vor dem Hartz IV Bezug. Gerade einmal 20.000 Familien können von der Erhöhung profitieren und fallen so aus dem Hartz IV bzw. Sozialhilfe Bezug heraus. Dies berichtete der „Spiegel“ unter Berufung auf die Antwort des Bundesfinanzministeriums auf eine Anfrage der Grünen.Kinderzuschlag Erhöhung bewahrt nur Wenige vor Hartz IV

1,6 Millionen Kinder leben von Hartz IV

Leben von Hartz IV – seit der Einführung im Jahr 2005 leider für Millionen Deutsche Realität. Die traurige Wahrheit eines Lebens am Existenzminimum und in Armut trifft allerdings nicht nur Erwachsene. Wie aus Medienberichten, die sich auf Zahlen der Agentur für Arbeit stützen, hervorgeht, sind auch hunderttausende Kinder von diesem Schicksal betroffen. Demnach leben in Deutschland, einem Land in dem die Privatvermögen auf 10 Billionen Euro geschätzt werden, rund 1,6 Mio. Kinder unter 15 Jahren von Hartz IV.1,6 Millionen Kinder leben von Hartz IV

Kinderarmut kennt kein Nord-Süd-Gefälle

Der Weltkindertag am 20. September wurde nicht nur für bunte Nachmittage mit Spiel, Spaß, Spannung, Kaffee und Kuchen genutzt. In vielen Orten verwiesen Behörden und Vereine auch auf die Situation der Kinder vor Ort. Ein Blick auf die Zahlen, die zumeist nur lokal veröffentlicht wurden, zeigt: Von einem Nord-Süd-Gefälle kann keine Rede sein. Kinderarmut ist überall in der Bundesrepublik präsent, auch wenn viele Zahlen gerne hin- und hergeschoben werden, um ein schöneres Bild zu malen.Kinderarmut kennt kein Nord-Süd-Gefälle

Regierung plant Wahlrecht zwischen Kinderzuschlag und ALG II

Die beiden Regierungsparteien CDU und SPD drängen darauf, den eigenen Gesetzentwurf zum Kinderzuschlag während des Gesetzgebungsverfahrens noch einmal zu erweitern. Demnach soll der Personenkreis, der Anspruch auf den Kinderzuschlag habe, eventuell vergrößert werden, indem unter bestimmten Umständen ein Wahlrecht zwischen ALG II und dem Kinderzuschlag eingeführt wird. Für welche Fälle dieses Wahlrecht gilt und wie es genau aussehen soll, wurde aus Koalitionskreisen bis jetzt jedoch nicht bekannt.Regierung plant Wahlrecht zwischen Kinderzuschlag und ALG II