Kinderbetreuung

Mutter und Vater halten Kind jeweils an Hand

BSG Urteil: Mehr Hartz IV Leistungen bei geteilter Kindererziehung

Wenn Paare sich trennen, sind die Kinder oft die Leidtragenden. Glücklicherweise entscheiden sich jedoch immer mehr Eltern für ein geteiltes Sorgerecht und das damit verbundene Wechselmodell. Das BSG hat diese Form der gleich geteilten Kinderbetreuung mit einem Urteil (Az.: B 14 AS 23/18 R)  am 11. Juli 2019 unterstützt. Denn Eltern in Hartz IV Bezug steht bei Anwendung des Wechselmodells jetzt nicht nur der hälftige Alleinerziehenden Mehrbedarf zu, sondern muss das Jobcenter die Kinder auch bei Berechnung der Unterkunftskosten in beiden Haushalten berücksichtigen.BSG Urteil: Mehr Hartz IV Leistungen bei geteilter Kindererziehung

Trauriges Kind

Kinderarmut weiterhin erschreckend hoch

Es ist eine positive Entwicklung, aber ganz gewiss keine, die zum Ausruhen einlädt: Erstmals seit Jahren ist die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die in Hartz IV Haushalten leben, gesunken. Die Statistik der Bundesagentur für Arbeit listete im Dezember 2018 rund 1,95 Millionen Betroffene auf. Das entspricht einem Rückgang um 75.000 im Vergleich zum Vorjahr.Kinderarmut weiterhin erschreckend hoch

Hartz IV erweist sich für Alleinerziehen oft als „Falle“

Die Politik entdeckt Alleinerziehende als Zielgruppe: 1,58 Millionen gibt es in der Bundesrepublik. Davon beziehen 635.000 Hartz IV – das entspricht rund 42 Prozent –, von denen wiederum 232.000 ohne Job sind. In der EU liegt die Bundesrepublik damit auf Platz zwei. Das Ziel der Parteien ist ganz klar: Betroffenen helfen, aus Hartz IV zu kommen. Umgesetzt werden soll es vor allem über eine bessere Kinderbetreuung. Ob diese Bemühungen Anreiz genug sind, tatsächlich zu arbeiten, wird von einigen Seiten allerdings angezweifelt.Hartz IV erweist sich für Alleinerziehen oft als „Falle“

Hartz IV Änderungen: Arbeitsministerin will junge Arbeitslose in die Pflicht nehmen

Die Bundesregierung macht jetzt Nägel mit Köpfen und kündigt Änderungen bei Hartz IV an, die vor allem auf jüngere Arbeitslose zielen. Ihnen soll zukünftig binnen sechs Wochen ein Job- oder Fortbildungsangebot unterbreitet werden – verpflichtend, versteht sich. Wer sich nicht an die Weisung der Arge oder des Jobcenters hält, muss mit Kürzungen der Hilfsleistungen rechnen, kündigten Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen und FDP-Chef Guido Westerwelle an.Hartz IV Änderungen: Arbeitsministerin will junge Arbeitslose in die Pflicht nehmen

Armutsbericht der Bundesregierung zeigt weitere Verschärfung der Lage

Anfang der Woche ist es wieder soweit – der aktuelle Armutsbericht der Bundesregierung soll vorgestellt werden. Aus diesem geht eine weitere Zuspitzung der allgemeinen Lage hervor. Nahezu jeder achte Deutsche ist von Armut betroffen, sogar jeder Vierte leidet unter massiver Geldnot. Die Schere zwischen Arm und Reich wird also weiterhin immer größer. Besonders betroffen sind Arbeitslose und Alleinerziehende. Hier sieht die Regierung eine klare Aussage: Die Kinderbetreuung muss weiter ausgebaut werden, damit auch Alleinerziehende eine Chance haben, einen Job zu finden, mit dem sie ihre Familie ernähren können.

Armutsbericht der Bundesregierung zeigt weitere Verschärfung der Lage