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Hartz IV: Mehrbedarf für Bio-Ernährung?

Eine krankheitsbedingte Ernährungsumstellung kann teuer sein: Laktose, Gluten und andere potentielle Reizstoffe sind in vielen Produkten enthalten, nur mit Mühe und dem nötigen Kleingeld kann man ihnen entkommen. Für Hartz IV Empfänger sind die damit verbundenen Kosten schwer zu stemmen und wie ein Urteil des Landessozialgericht (LSG) Berlin-Brandenburg beweist, besteht nicht immer Anspruch auf Mehrbedarf.

Hartz IV: Mehrbedarf für Bio-Ernährung?

Teller - Mahlzeit - kein Fleisch

Keine höheren Hartz IV Leistungen für Vegetarier mit Laktoseintoleranz

Nach einem am 06.06.2013 veröffentlichten Urteil des Landessozialgericht Rheinland-Pfalz (LSG) vom 12.03.2013 (Az. L 6 AS 291/10) hat ein Vegetarier mit Milchzuckerunverträglichkeit (Laktoseintoleranz) keinen Anspruch auf einen Mehrbedarf für krankheitsbedingte, kostenintensivere Ernährung. Der 6. Senat wies die Klage eines Hartz IV Empfängers ab. Das Gericht begründet seine Entscheidung damit, dass dem Kläger im Vergleich zu einem Gesunden tatsächlich keine Mehrkosten entstünden, im Gegenteil. Durch die vegetarische Lebensweise spare dieser noch Kosten im Vergleich zu einer fleischhaltigen Ernährung ein.Keine höheren Hartz IV Leistungen für Vegetarier mit Laktoseintoleranz

13 Euro Hartz IV Mehrbedarf bei Laktoseintoleranz

Laktoseintoleranz MehrbedarfDas Sozialgericht Berlin hat in einem Verfahren erneut einen Mehrbedarf für Krankenkost bei Milchzuckerunverträglichkeit (Laktoseintoleranz) bestätigt. Die 37. Kammer des SG Berlin hat der Klägerin einen monatlichen Mehrbedarf in Höhe von 13 Euro für kostenaufwändiger Ernährung zugesprochen. Grundsätzlich halten sich die Jobcenter an die Vorgaben und Empfehlungen des Deutschen Vereins für private und öffentliche Vorsorge. Nach diesen Vorgaben falle aber kein Mehrbedarf bei Laktoseintoleranz an. Statistiken zu Folge leiden in Deutschland 15-20 Prozent der Erwachsenen an einer Laktoseintoleranz. 13 Euro Hartz IV Mehrbedarf bei Laktoseintoleranz

Elterngeld: Lebensmittelspende und Tafel statt gesunder Ernährung

Eltern erhalten in Deutschland zwischen 300 Euro und höchstens 1.800 Euro Elterngeld. Eine Bevölkerungsschicht bleibt hier allerdings außen vor – Bezieher von Hartz IV. Seit Anfang 2011 wird das Elterngeld auf deren Leistungen angerechnet, was in den Augen vieler Kritiker de facto dessen Streichung für Hartz IV Bezieher gleichkommt.Elterngeld: Lebensmittelspende und Tafel statt gesunder Ernährung