Beratung

Jobcenter: Nur 20 Minuten pro Hartz IV Empfänger

20 Minuten pro Hartz IV Empfänger

Pro Termin müssen dem Hartz IV Empfänger 20 Minuten reichen, um sein Anliegen zum Existenzminimum darzulegen und zu klären

Wie am Fließband – nur 20 Minuten pro Kunde – lautet die neue Regelung seit Januar, wenn es um Kundengespräche im Jobcenter Neubrandenburg geht. Damit will die Behörde die Arbeitsabläufe optimieren, jedoch bleiben damit auch Probleme von Arbeitslosen auf der Strecke. 20 Minuten pro Termin, wenn es um Angelegenheiten des notwendigen Existenzminimums geht, erscheint sehr wenig und respektlos den Arbeitslosen gegenüber. Dennoch verteidigt der Jobcenter-Chef den neuen und straffen Zeitplan.Jobcenter: Nur 20 Minuten pro Hartz IV Empfänger

Hartz IV Empfänger – Bürgerbeauftragte moniert schlechte Beratung

Schlechte Beratung, zu geringe Integrationserfolge und lange Bearbeitungszeiten – Brigitte Wille-Handels, Bürgerbeauftragte in Schleswig-Holstein, macht keinen Hehl daraus, dass sie mit der derzeitigen Betreuung von Hartz-IV-Empfängern nicht zufrieden ist. 3.500 Eingaben hatte ihr Büro 2009 insgesamt zu bearbeiten. Das sind zwar fünf Prozent weniger als im Vorjahr. Das Fazit der Bürgerbeauftragten bleibt gleich: „Der Fehler ist da der Standard, nicht die Ausnahme.“Hartz IV Empfänger – Bürgerbeauftragte moniert schlechte Beratung

Hartz-IV-Empfänger fühlen sich von Jobcentern menschenverachtend behandelt

Der Vorwurf der Hamburger Sozialberatungsstellen an die Jobcenter ist nicht ohne: Hartz-IV-Empfänger würden gezielt falsch beraten, erklärten sie am Wochenende im Rahmen einer Konferenz zum Thema Hartz IV an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften. Das ist das Ergebnis einer Umfrage zu den häufigsten Beschwerden, die von Langzeitarbeitslosen in den Beratungsstellen vorgebracht werden.Hartz-IV-Empfänger fühlen sich von Jobcentern menschenverachtend behandelt