Peter Hartz: Hartz IV Sanktionen notwendig und effizient

Frustrierter Mann

Der Macher und Namensgeber des Hartz IV Systems, Peter Hartz, muss sich gerade fühlen wie ein Schüler, dem die Lehrer mangelhafte Leistungen bescheinigen. Sein Konstrukt wird in den meisten Wahlprogrammen weitestgehend zerlegt und soll durch eine neue Sozialpolitik ersetzt werden. Damit ist der 80-Jährige gar nicht einverstanden. Nach seinem Verständnis bringt nur Druck auch Erfolg.

Kritik an SPD

Seinerzeit hatte SPD-Kanzler Gerhard Schröder den Manager Peter Hartz ins Boot geholt. Heute möchten die Sozialdemokraten nicht mehr mit Hartz IV in Verbindung gebracht werden. Laut aktuellem Wahlprogramm sollen alle „sinnwürdige und unwürdige Sanktionen“ abgeschafft werden. „Diese Pläne machen mich, ehrlich gesagt, sprachlos“, so Hartz.

Hartz IV Sanktionen schaden der Beschäftigungsqualität

Ohne Sanktionen keine Effizienz

Im Gespräch mit der Wirtschaftszeitung „Euro am Sonntag“ moniert Peter Hartz:

„Wenn es keinerlei Sanktionsmechanismus gibt, führt das zur Ineffizienz.“

Damit beharrt der Mann weiter auf seinem System, das dem Prinzip des Förderns und Forderns folgt.

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Überzeugt vom Hartz IV Erfolg

Dass Hartz IV ein Erfolgsmodell darstellt, davon ist Peter Hartz fest überzeugt. Man habe das Problem der Arbeitslosigkeit lösen wollen.

„Unter dem Strich haben dies die Reformen zum guten Teil erreicht und sind ein großer Erfolg geworden“, sagt der ehemalige Vorsitzende der Hartz-Kommission.

Peter Hartz: Hartz IV ist ein Erfolg

Neue Ideen von Peter Hartz

Reformen am Hartz IV System ist Peter Hartz nicht generell abgeneigt. Allerdings hat er diesbezüglich ganz eigene Vorstellungen. Der Zeitung nannte er ein Minipreneure-Konzept, das nach der Bundestagswahl vom neuen Arbeits- oder Wirtschaftsministerium sofort umgesetzt werden könne.

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Freiwillige Arbeitsgruppen

Was sich hinter dem Konzept verbirgt? Langzeitarbeitslose machen sich selbst zum Projekt. Unter Anleitung sollen Hartz IV Bedürftige in Gruppen gemeinsam daran arbeiten, wie sie wieder in den Arbeitsmarkt integriert werden können – angestellt oder selbstständig.

Eine tolle Idee, ganz besonders für Ältere und Kranke, deren Chancen auf einen Job auch durch stundenlange Gespräche nicht besser werden.

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