Autorin plädiert für Hartz IV Sanktionen

Autorin plädiert für Sanktionen

Fördern und Fordern lautet eines der Grundprinzipien des Hartz IV Systems. Fest integriert sind Sanktionen. Sie stehen seit Jahren zur Debatte und werden inzwischen von fast allen Parteien als überholt angesehen. Bestseller-Autorin Nena Schink, 28 Jahre jung, findet das falsch. In ihrem gerade erschienenen Werk „ICH BIN NICHT GRÜN. Ein Plädoyer für Freiheit“ pocht sie auf den Fortbestand der sozialen Schere.

Linke und Grüne abgewatscht

„Osthessen|News“ hatte bereits vorab ein Kapitel des Buches veröffentlicht. Die Aussagen dürften Hartz IV Bedürftigen wie ein Schlag ins Gesicht vorkommen. Die Bemühungen der Grünen und der Linken, für etwas mehr soziale Gerechtigkeit zu sorgen, werden kurzerhand als „Luftschlösser“ abgetan.

Kein Geld ohne Leistung

Dass Hartz IV Bedürftige ohne Sanktionen Jobangebote ablehnen dürften, wie von den Grünen gefordert, sei für sie in der Realität undenkbar. Nena Schink fragt: „Sollen Menschen in Deutschland Geld ohne Leistung erhalten?“ Es sei nicht verwerflich, dass man schon von Kindesbeinen an lerne:

„Wenn wir etwas erreichen wollen, müssen wir etwas dafür tun.“

Erfolg nur durch Arbeit

Schon Väter erklärten ihren Kindern, dass sie etwas aus ihrem Leben machen sollen. Wer Erfolg haben wolle, müsse „hart dafür arbeiten, sich weiterbilden und Überstunden schieben“. Nur so könne man sich das Traumauto und den nächsten Urlaub leisten.

Hartz IV Sanktionen treffen 95.000 Kinder und Jugendliche

Deutschland braucht die soziale Schere

Dass Menschen in der Grundsicherung, immer mehr Rentner und Vollzeitbeschäftigte in prekären Arbeitsverhältnissen weiter in die Armut abrutschen, ist aus Sicht von Nena Schink offenbar nötig. Die soziale Schere – die durch Corona sehr deutlich zutage trat – habe Vorteile.

Ihr Fazit: Wir als führende Industrienation bräuchten die soziale Schere.

Pandemie hat Hartz IV Bedürftige weiter ins Abseits gedrängt

Lanze für Reiche

Die Aufrufe, den Wohlstand gerechter zu verteilen, kann Nena Schink nicht nachvollziehen. Ebenso wenig die Forderung nach höheren Steuern. Es sei nicht fair, bei jenen, die hart arbeiten, immer weiter abzukassieren. Das gefährde den Wirtschaftsstandort Deutschland.

Dabei sehen einige Reiche das selbst ganz anders: Hartz IV Wandel: Worten müssen Taten folgen

Anzeige

Das Buch – ICH BIN NICHT GRÜN. Ein Plädoyer für Freiheit – selbst ist bereits ganz oben auf der Bestenliste auf Amazon zu finden.

Hartz IV Vorurteile

Die Moderatorin und Wirtschaftsreporterin Nena Schink, die schon mit ihren ersten beiden Büchern polarisiert hat, schert mit ihrem neuen (Mach)Werk alle Hartz IV Bedürftigen über einen Kamm. Sie bedient typische Klischees, statt sich auch nur etwas näher mit denen zu befassen, die auf Grundsicherung angewiesen sind.

Dank Hartz IV als Schmarotzer abgestempelt

Bildnachweis: fizkes / shutterstock.com