Hartz IV: Lebenshaltungskosten steigen unerbittlich

Lebenshaltungskosten steigen unerbittlich

Bleibt der Hartz IV Regelsatz unverändert, haben Betroffene es auf Dauer immer schwerer, ihre Vorratskammer zu füllen. Die Bestrebungen, die deutsche Landwirtschaft umzubauen, führen auf Dauer zu höheren Lebenshaltungskosten. Dabei geht es dann nicht nur um Fleisch, sondern auch um Brot, Butter und alles, was für eine gesunde, ausgewogene Ernährung nötig ist.

Höhere Kosten für Verbraucher

Betroffen von den Plänen, die Landwirte, Umwelt- und Verbraucherschützer im Rahmen der „Zukunftskommission Landwirtschaft“ (ZKL) formuliert haben, sind alle – nicht nur Hartz IV Bedürftige. Um die Themen Tierwohl, Natur- und Klimaschutz umzusetzen, sind zusätzliche Einnahmen in Höhe von 5,5 Milliarden Euro nötig, die über die Lebensmittelpreise erzielt werden sollen.

Inflation treibt Hartz IV Bedürftige in die Enge

Fleisch wird teurer

Experten rechnen damit, dass die Produktionskosten beim Fleisch um zehn Prozent steigen werden. Doch auch alles, was zu viel Salz, Zucker oder Fett enthält, soll künftig mit höheren Preisen einhergehen. Auf der anderen Seite ist geplant, die Mehrwertsteuer für gesunde Nahrungsmittel wie Obst und Gemüse zu senken.

Mangelernährung – Hartz IV macht krank

5 Euro Hartz IV für Lebensmittel

Dadurch, dass Äpfel und Kohlköpfe ein paar Cent günstiger werden, dürfte sich an der Situation von Hartz IV Bedürftigen kaum etwas ändern. Studien belegen schon heute, dass der Hartz IV Regelsatz, der täglich fünf Euro für die Ernährung vorsieht, kaum einer gesunden Lebensweise gerecht wird. Wie soll es dann erst werden, wenn die Preise vieler Lebensmittel steigen?

Realitätsfern: Pauschale Hartz IV Erhöhung reicht nicht aus!

Höherer Regelsatz nötig

Der „Zukunftskommission Landwirtschaft“ ist durchaus bewusst, dass höhere Preise für Hartz IV Haushalte und Familien mit geringem Einkommen ein echtes Problem darstellen. Der Vorsitzende der ZKL, Peter Strohschneider, betont daher:

„Sozial schwache Gruppen dürfen nicht ausgeschlossen werden.“

Um das zu gewährleisten, setzt man auf zwei Hebel. Zum einen muss, so die ZKL, der Regelsatz für Hartz IV Bedürftige endlich angepasst werden. Zum anderen sei es erforderlich, ärmere Familien zu unterstützen, indem die Einkommensteuer für Geringverdiener gesenkt wird. Zwei fromme Wünsche, die seit Jahren nicht erfüllt werden.

Der Paritätische Wohlfahrtsverband hat dazu eine düstere Prognose: Werden die Hartz IV Leistungen gekürzt?

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