Zahl der Arbeitslosen nimmt spürbar ab

Zahl der Arbeitslosen nimmt spürbar ab

73.000 Arbeitssuchende weniger als noch vor einem Monat: Die aktuellen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit sprechen für eine rasche Erholung am Arbeitsmarkt. Im Vergleich zum Juni 2020 ist die Zahl derer, die auf Hartz IV oder Arbeitslosengeld I angewiesen sind, sogar um 239.000 gesunken. Lediglich der Ausbildungsmarkt bereitet im Moment noch Sorgen.

Starker Rückgang der Arbeitslosigkeit

Einen derart starken Rückgang der Arbeitslosigkeit hat es in einem Juni binnen zehn Jahren nicht mehr gegeben. Berücksichtigt wurden für die Statistik die Werte bis zum 14. Juni. Demnach lag die Arbeitslosenquote bei 5,7 Prozent. Das sind 0,2 Prozent weniger als vor einem Monat und 0,5 Prozentpunkte weniger als vor einem Jahr.

Besserung auf dem Arbeitsmarkt

Der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit, Detlef Scheele, zeigte sich rundum zufrieden:

„Die umfassende Besserung auf dem Arbeitsmarkt setzt sich im Juni fort.“

Unterbeschäftigung und Arbeitslosigkeit seien „kräftig gesunken“.

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Bundesweit einheitliches Bild

Ähnlich lauten die Fazits in den einzelnen Bundesländern. Für die Regionaldirektion Bayern erklärte Ralf Holtzwart:

„In nahezu allen Branchen ist ein Stellenzuwachs zu verzeichnen.“

Besonders positiv fielen das Gastgewerbe und der Handel auf. Laut Holtzwart hätten Menschen, die ihren Job wegen Corona verloren haben, „wieder zunehmend bessere Chancen, einen Arbeitsplatz zu finden“.

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Auch Kurzarbeit geht zurück

Ein zweiter, erfreulicher Trend: Die Kurzarbeit geht zurück. In Spitzenzeiten (April 2020) wurde an fast sechs Millionen Beschäftigte Kurzarbeitergeld gezahlt. Für den April dieses Jahres geht man von einem Wert von etwa 2,34 Millionen aus. Im aktuellen Berechnungszeitraum (1. bis 14. Juni 2021) wurde nur noch für etwa 59.000 Arbeiter und Angestellte Kurzarbeitergeld angezeigt.

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Schwachstelle Lehrstellenmarkt

Etwas schwächer auf der Brust als der allgemeine Arbeitsmarkt präsentiert sich die Situation bei den Lehrstellen. Nach aktuellen Zahlen wurden der Bundesagentur für Arbeit bislang 468.000 Lehrstellen gemeldet. Vor einem Jahr waren es 15.000 mehr. Noch nicht besetzt sind derzeit 216.000 Stellen. Auf der anderen Seite stehen 158.000 Bewerber, die noch keine Lehrstelle gefunden haben.

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