CDU-Wirtschaftsrat beklagt zu viele FlĂŒchtlinge in Hartz IV

CDU-Wirtschaftsrat beklagt zu viele FlĂŒchtlinge in Hartz IV

Nachdem sich der ArbeitgeberprĂ€sident Ingo Kramer im Dezember positiv ĂŒber die Integration von FlĂŒchtlingen in den deutschen Arbeitsmarkt geĂ€ußert hat, nimmt die Debatte durch den CDU GeneralsekretĂ€r des Wirtschaftsrates Wolfang Steiger erneut Fahrt auf. Im Gegensatz zu Kramer ĂŒbt Steiger starke Kritik an der hohen Anzahl von FlĂŒchtlingen im Hartz IV System.

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Eine Million Zuwanderer neu in Hartz IV

Die Aussage „Wir schaffen das“ von Angela Merkel sieht der CDU GeneralsekretĂ€r als nicht erfĂŒllt an. Der Deutschen Presse Agentur erklĂ€rt Steiger, dass es seit 2015 Defizite bei der Integration von FlĂŒchtlingen in den Arbeitsmarkt gĂ€be. Er warnt davor, wieder in die „damalige BlauĂ€ugigkeit zu verfallen“ und fĂŒgt hinzu: „Zur ganzen Wahrheit gehört, dass seit 2015 rund eine Million Zuwanderer neu in Hartz IV gefallen sind.” Gleichzeitig habe bei vielen anderen die BedĂŒrftigkeit aber erfreulicherweise abgenommen.

„Wir brauchen echte FachkrĂ€fte und nicht Geringqualifizierte […]“

Zwar begrĂŒĂŸt der GeneralsekretĂ€r des Wirtschaftsrates die EinfĂŒhrung des neuen FachkrĂ€fteeinwanderungsgesetzes, doch betont er ebenso: „Wir brauchen echte FachkrĂ€fte und nicht Geringqualifizierte, die ihre ArbeitsplĂ€tze beim nĂ€chsten Konjunkturabschwung, vor dem wir leider gerade stehen, gleich wieder verlieren“. Vor allem fordert er aber eine glaubwĂŒrdige Zuwanderungspolitik. Laut dem CDU GeneralsekretĂ€r mĂŒsse die Botschaft nach Außen wie folgt lauten: „Deutschland sucht sich die Menschen aus, die aufgrund ihrer Qualifikation oder aus einem ĂŒberzeugenden humanitĂ€ren Grund hierher kommen.“

CDU widerspricht ArbeitgeberprÀsident

Im Dezember hatte der ArbeitgeberprĂ€sident Ingo Kramer erklĂ€rt, dass seit 2015 von einer Million nach Deutschland geflĂŒchteten Menschen etwa 400.000 einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz erhalten haben. Davon seien viele auch sozialversichert.

Im Gegensatz zu Wolfang Steiger, sieht Kramer Merkels Aussage damit als erfĂŒllt an und glaubt, dass die Integration deutlich erfolgreicher gelaufen sei als bisher angenommen: „Viele Migranten sind eine StĂŒtze der deutschen Wirtschaft geworden“, betonte der ArbeitgeberprĂ€sident. „Wir dĂŒrfen keine Angst vor Zuwanderung haben, sondern mĂŒssen Menschen, die zu uns kommen und hier arbeiten, als Bereicherung sehen.“ Man mĂŒsse weiter FachkrĂ€fte aus dem Ausland anwerben, ansonsten wĂŒrde Deutschland wirtschaftlich zurĂŒckfallen wie in den 90er Jahren.

Zahlen der Arbeitsagentur (September 2018) bestĂ€tigen, dass jeder Dritte (31,6 Prozent) FlĂŒchtling aus den acht HauptfluchtlĂ€ndern (Afghanistan, Eritrea, Irak, Iran, Nigeria, Pakistan, Somalia und Syrien) im Jahr 2018 einen regulĂ€ren Job oder einen Minijob gefunden hat. Im Vorjahr lag die Zahl nur bei 23,4 Prozent. FlĂŒchtlinge dĂŒrfen 3 Monate nach Antrangstellung auf Asyl, eine Arbeitserlaubnis beantragen.

Titelbild: Von Fishman64 / shutterstock.com