Kein Hartz IV ohne Gegenleistung – Wer gesund ist, kann Spargel stechen

Kein Hartz IV ohne Gegenleistung – Wer gesund ist, kann Spargel stechen

Die SPD will Hartz IV komplett abschaffen, andere sprechen von einem künftigen Garantie- oder Grundeinkommen und die CDU fordert lediglich eine Hartz IV Reform… Ganz anders sieht es FDP-Politiker Karlheinz Busen: Seiner Meinung nach sind junge, gesunde Arbeitslosengeld II Empfänger eine Provokation für jeden Arbeitnehmer. Deswegen sollen – wenn es nach ihm ginge – gesunde Bürger unter 35 Jahren keinen Cent Arbeitslosengeld II erhalten.

Wer hilfebedürftig nach SGB II ist, hat Anspruch auf Arbeitslosengeld II. Dafür müssen sich die Betroffenen an gewisse Mitwirkungspflichten halten – Ansonsten drohen Sanktionen. Das Alter und der Gesundheitszustand des Hilfebedürftigen haben – sofern er mindestens 15 Jahre alt ist – jedoch keinerlei Bewandtnis für den Anspruch auf Hartz IV.

Junge, gesunde Hilfebedürftige sind Provokation für Arbeitnehmer

Dies bemängelt FDP-Politiker Karlheinz-Busen. Im Gespräch mit der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ tat er jüngst seine Meinung zu Hartz IV und jungen Bedürftigen kund:

„Bis zum 35. Lebensjahr würde bei mir kein gesunder Bürger einen Cent Arbeitslosengeld II ohne Gegenleistung bekommen.“

Seiner Meinung nach könne zumindest jeder Arbeitslosengeld II Empfänger „Spargel stechen“, so lange er nicht krank sei.

Arbeitende Bevölkerung fühlt sich nicht ernst genommen

In den Augen des FDP-Politikers fühlt sie die arbeitende Bevölkerung – Bauarbeiter, Handwerker, Pfleger, Friseure und Co. – nicht ernst genommen, wenn junge, gesunde Menschen, die eigentlich arbeiten gehen könnten, Geld fürs Nichtstun erhalten. Deswegen wünscht er sich, dass „die Menschen einfach mehr rangenommen werden“. Denn in seinen Augen könnte ein Großteil der Hilfebedürftigen sehr wohl arbeiten.

„Der Arbeiter, der 40 Stunden in der Woche schrubbt, ist frustriert, wenn Hartz IV Empfänger mit Mietzuschuss und Freibeträgen für andere Leistungen ähnlich viel Geld haben, ohne einen Finger zu rühren.“  

Busen sorgt sich, dass die Gesellschaft in Deutschland auseinanderfallen könnte. In seinen Augen bröckelt der Zusammenhalt bereits. Obwohl es 80 Prozent der Bevölkerung gut geht, „sind trotzdem gefühlt fast alle unzufrieden“.

Die Medaille hat immer zwei Seiten…

Ob sich Herr Busen jemals mit einem Hilfebedürftigen unterhalten hat? Denn der überwiegende Teil der Arbeitslosengeld II Empfänger möchte sehr gerne arbeiten und auf eigenen Beinen stehen! Allerdings müssen diese Menschen anständig gefördert werden – Und das funktioniert nicht mit diversen „Wie-schreibe-ich-Bewerbungen“-Kursen und der ständigen Angst vor Sanktionen!

Titelbild: juefraphoto / shutterstock.com 
Quelle: rp-online.de

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