Wohngipfel im Kanzleramt: Wohngelderhöhung ab 2020

Wohngipfel im Kanzleramt: Wohngelderhöhung ab 2020

Kanzlerin Angela Merkel hat am heutigen Freitag, 21.09.2018, im Kanzleramt zum Wohngipfel eingeladen. Grund dafür ist die steigende Wohnungsnot und immer teurer werdende Mieten. Zusammen kamen rund einhundert Vertreter von Bund und Ländern, Gewerkschaften und Bauwirtschaft, Kommunal- und Berufsverbände sowie Mieterverbände.

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1,4 Prozent aller privaten Haushalte erhielten in 2017 Wohngeld

Laut dem statistischen Bundesamt bekamen Ende 2017 über eine halbe Million einkommensschwache Haushalte Wohngeld. Dies entspricht 1,4 Prozent aller privaten Haushalte. Im Durchschnitt erhielten die Familien 153 Euro Wohngeld pro Haushalt. In gemischten Haushalten, in denen auch Personen ohne Wohngeldanspruch leben, betrug das durchschnittliche Wohngeld 150 Euro.

Die aktuelle Herausforderung: Die Mieten werden immer teurer, sodass es für einkommensschwache Familien immer schwieriger wird, eine bezahlbare Wohnung zu finden. Das Wohngeld entlastet die Situation zwar etwas, dennoch besteht dringender Handlungsbedarf!

Wohngelderhöhung ab 2020

Schon vor dem heutigen Wohngipfel wurde bekannt, dass der Bund das Wohngeld für Geringverdiener ab 2020 erhöhen möchte. Dies teilte das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) mit. Das RND beruft sich hierbei auf die Beschlussvorlage für den Wohngipfel im Kanzleramt, in der es heißt: „Mit einer Wohngeldreform 2020 soll das Leistungsniveau und die Reichweite des Wohngeldes gestärkt werden“.

Durch die Wohngelderhöhung erhoffen sich die Teilnehmer des Wohngipfels eine Entlastungswirkung des Wohngeldes und gleichzeitig eine bessere Unterstützung für Geringverdiener bei den Wohnkosten.

Darüber hinaus haben sich Union und SPD bereits im Koalitionsvertrag verpflichtet, 1,5 Millionen neue Wohnungen bis Ende 2021 zu erschaffen. Außerdem hat sich der Bund vorgenommen, das Mieterrecht mieterfreundlicher zu gestalten und die Wohnungsbauprämie für Bausparer attraktiver zu machen.

In welcher Höhe das Wohngeld angepasst werden soll, ist derzeit noch nicht bekannt.

Titelbild: Pexels.com – Fotografin Florencia Potter

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