Poststreik bringt Hartz IV Bezieher in Bredouille

Poststreik bringt Hartz IV Bezieher in Bredouille

Der aktuelle Poststreik kann auch Auswirkungen auf den Postverkehr mit dem Jobcenter haben und so auch Hartz IV Bezieher in Bedrängnis bringen.

Aus diesem Anlass informierten heute die Jobcenter Schwerin, Nordwestmecklenburg und Ludwigslust-Pachim, dass es zu Verzögerungen kommen kann und so nicht alle Kunden über das Ende ihres Hartz IV Bewilligungszeitraums informiert werden können. Da aber bundesweit gestreikt wirkt, gilt dies nicht nur für die drei genannten Jobcenter sondern auch für alle anderen Regionen.

Sowohl die Jobcenter als auch HartzIV.org raten den Hartz IV Empfängern, selbst zu prüfen, ob weiterhin Leistungen gezahlt werden oder ein Weiterbewilligungsantrag gestellt werden muss. Bitte schauen Sie in Ihren eigenen Unterlagen nach und erkundigen Sie sich nötigenfalls telefonisch bei den Jobcentern.

Einerseits können entsprechende Vordrucke für einen Weiterbewilligungsantrag direkt persönlich beim Jobcenter abgeholt werden, andererseits sind diese online verfügbar. Auf unserer Seite finden Sie diese unter Hartz IV Formulare kostenfrei zum Download. Hartz IV Anträge und jeder andere Schriftverkehr mit dem Jobcenter sollten auch nach Möglichkeit persönlich, im besten Fall mit einem Zeugen/ Beistand, beim Jobcenter eingereicht und der Empfang vom Sachbearbeiter quittiert werden. So können auch eventuelle Komplikationen durch den Poststreik vermieden werden.

Zwar werden nach Angaben der Jobcenter für gewöhnlich etwa sechs Wochen vor Ende des Bewilligungszeitraums Hartz IV Bezieher mit einem sog. Beendigungsschreiben, welches auch entsprechende Vordrucke für den Wiederholungsantrag beinhaltet, über das Auslaufen des Bewilligungszeitraums informiert, jedoch sollten sich Betroffene nicht darauf verlassen. Einerseits sind uns Fälle bekannt, dass Jobcenter keine Beendigungsschreiben rausgeschickt haben und andererseits kann es durch den Streik zu Verzögerungen auf dem Postweg kommen.

HartzIV.org in eigener Sache: Sicherlich kommt Vieles durch den Poststreik bei Briefen und Paketen zum Erliegen. Dennoch unterstützen wir den Arbeitskampf der Beschäftigten uneingeschränkt. Die Menschen haben ein Recht darauf, sich gegen schlechtere Arbeitsbedingungen und Lohndumping zu wehren und das sollten sie tun, so lange es nötig ist. Auch wenn es für Viele ärgerlich ist, sollte der Frust nicht an den Streikenden ausgelassen werden. 

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