Der Schein trügt – der Pfusch mit den Arbeitslosenzahlen

Der Schein trügt – der Pfusch mit den Arbeitslosenzahlen

ArbeitslosenzahlenJeden Monat gibt es Einschätzungen und Statistiken zum Arbeitsmarkt. Nun heißt es, dass es erstmals 42 Millionen Erwerbstätige gibt, womit die offizielle Arbeitslosenzahl auf 2,801 Millionen gesunken ist. Doch der Schein trügt, wie Bundesgeschäftsführer der Linken, Matthias Höhn, zum aktuellen Arbeitsmarkt anmerkt.


Für Oktober hat DIE LINKE selbst nachgerechnet und von einem „Jobwunder“ sind die Zahlen noch weit entfernt. Ohne statistische Manipulationen und sonstigen Tricks läge die Zahl der Arbeitslosen bei 3,643 Millionen. Weiterhin ist der Unterschied zwischen Ost und West gewaltig. Während im Westen die Arbeitslosenquote bei 5,8 Prozent liegt, ist diese in Ostdeutschland mit 9,5 Prozent nahezu doppelt so hoch. Höhn kritisiert, dass die Sockelarbeitslosigkeit weiterhin unverändert ist und ernsthafte arbeitsmarktpolitische Maßnahmen der Regierung ausbleiben: „Es läuft eben nur scheinbar von allein, wie die Verantwortlichen in Politik und Arbeitsagentur glauben.

Er fordert die Politik auf, aus dem „arbeitsmarktpolitischen Tiefschlaf“ zu erwachen und endlich zu handeln. Damit Langzeitarbeitslose nicht auf der Strecke bleiben, bedarf es mehr Anstrengungen und mehr Geld, anstatt Kürzungen im Budget.

Ein Ansatz wäre ein Mindestlohn von 10 Euro, wie von der LINKEN gefordert, um Lohndumping zu unterbinden. Neben der besseren Bezahlung für geleistete Arbeit würde sich der Mindestlohn auch positiv auf die Binnenkonjunktur auswirken, was zusätzlich neue Arbeitsplätze schaffen würde, so Matthias Höhn weiter.

http://www.die-linke.de/nc/die-linke/nachrichten/detail/artikel/schoener-schein-truegt-massiv/
http://www.tagesschau.de/wirtschaft/hintergrundarbeitslosenzahlen100.html

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