Depressionen: So krank machen Arbeitslosigkeit und Hartz IV

Depressionen: So krank machen Arbeitslosigkeit und Hartz IV
Frau mit Depressionen

Arbeitslosigkeit und Hartz IV erhöhen das Risiko von Depressionen
Bild: targovcom/ istockphoto.com

Das Robert Koch Institut (RKI) hat im Rahmen seiner Studie „Gesundheit in Deutschland aktuell (GEDA)“ ermittelt, dass das Risiko einer Depression oder depressiven Verstimmung bei Arbeitslosen wesentlich höher ist als bei Erwerbstätigen. Im Vergleich zu den Frauen sind lt. der Studie Männer eher davon betroffen, eine psychische Erkrankung zu erleiden. Das Risiko einer Depression oder einer depressiven Störung ist bei arbeitslosen Männern dreimal höher als bei Erwerbstätigen. 

Arbeitslosigkeit und Hartz IV machen Angst. Im Durchschnitt aller Altersklassen wurden bei 11 Prozent der arbeitslosen Männer Depressionen und depressive Störungen diagnostiziert, bei erwerbstätigen dagegen nur 3,3 Prozent. Bei Frauen sind es bei den arbeitslosen 12 Prozent und bei den Vollzeitbeschäftigten etwa die Hälfte mit 6,7 Prozent. Der Zusammenhang zwischen Arbeitslosigkeit und psychischen Erkrankungen wird also bei beiden Geschlechtern sehr deutlich, wobei Männer einem höheren Risiko ausgesetzt sind.

Diagramm Depressionen Arbeitslosigkeit

Steigendes Risiko zu Depressionen bei Arbeitslosigkeit und Hartz IV – Studie des Robert Koch Instituts

Schon eine Teilzeitbeschäftigung versetzt Männer in ein höheres Risiko, während bei Frauen zwischen Vollzeitbeschäftigung und Teilzeit kaum Unterschiede wahrzunehmen sind. Die Forscher des RKI führen dies auf die klassische Rollenverteilung zurück, mit der sich Männer identifizieren.

Zur vollständigen Studie: Robert Koch Institut GBE kompakt 2/2013 

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