Aufstocker entkommen nur selten dem Hartz IV Strudel

Eine aktuelle Studie des Instituts für Berufs- und Arbeitsmarktforschung (IAB) ergab, dass Menschen die ihr Einkommen aus der Erwerbstätigkeit mit Hartz IV aufstocken, es nur selten in eine ungeförderte und gut bezahlte Tätigkeit schaffen.

Die häufigsten Aufstocker sind Minijobber mit einer geringfügigen Beschäftigung, Zeitarbeiter oder befristet Beschäftigte und Tätigkeiten zu Niedriglöhnen. Besonders Single-Haushalte müssen aufstocken, ihr Anteil beträgt lt. Studie 34 Prozent, gefolgt von Paaren mit einem Kind, deren Anteil 28 Prozent beträgt. Der durchschnittliche Stundetnlohn eines Hartz IV Aufstockers beträgt 6,20 Euro.

Diese Grafik zeigt, welcher Stundenlohn jeweils erreicht werden müsste, um die Grundsicherung überhaupt zu erreichen

HartzIV.org Newsletter - Nichts mehr verpassen!

Hol' Dir jetzt unseren kostenfreien Newsletter und beginne schon mit der ersten Ausgabe, Deinen Wissensstand sofort zu verbessern!

Schaubild Stundenlohn und Anspruch auf Grundsicherung nach Haushalten

so hoch muss der Stundenlohn mindestens sein, damit man das Niveau der Hartz IV Grundsicherung erreicht

Die Untersuchung des Nürnberger Instituts ergab, dass im Schnitt rund 60 Prozent der 1,3 Millionen Aufstocker unter 21 Stunden pro Woche arbeiten. Bei Singles sind es 73 Prozent und bei Alleinerziehenden 63 Prozent. Den größten Anteil an Wochenarbeitsstunden haben Paare mit Kindern, von diesen arbeiten 43 Prozent mehr als 32 Stunden die Woche und 47 Prozent unter 21 Stunden.

Dabei fehlt es nicht an Arbeitsbereitschaft. Die teilweise geringe Arbeitszeit ist nach der Studie auf fehlende Qualifikation, Kindesbetreuung oder Betreuung pflegebedürftiger Familienmitglieder sowie Erkrankungen der Leistungsbezieher zurückzuführen.

Eine positive Entwicklung sei aber nach Angaben des IAB zu verzeichnen, so war die Zahl der Aufstocker, die ganz aus dem Hartz IV Bezug herauskamen größer als derjenigen, die erstmalig auf ergänzende Leistungen angewiesen waren. Auch konnten sich mehr Menschen durch ergänzende Leistungen “retten” als durch einen Jobverlust vollständig auf Hartz IV angewiesen zu sein.

zur Studie: http://www.iab.de/194/section.aspx/Publikation/k130705303

Schlagwörter: