IAB Studie: Zu wenige Hartz IV Bezieher für Kinderbetreuung qualifiziert

IAB Studie: Zu wenige Hartz IV Bezieher für Kinderbetreuung qualifiziert

Vor dem Hintergrund, dass ab August dieses Jahres alle Eltern für ihre ein- bis dreijährigen Kinder einen Anspruch auf einen Betreuungsplatz haben, entsteht in diesem Bereich ein massiver Fachkräftemangel. Die Bundesagentur für Arbeit rechnet mit einem Zusatzbedarf an Personal von 40.000 Vollzeitstellen in KiTas und 25.000 offenen Jobs in der Tagespflege. Die neuen Pläne der Regierung sehen vor, diese Personallücke beispielsweise mit Erwerbslosen zu schließen. Allerdings hat eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) ergeben, dass der Kreis der hierfür qualifizierten Hartz IV Bezieher nicht „allzu groß“ ist.

Mangel an Qualifizierung für dieses Berufsfeld

Wie die Studie des IAB zeigt, könnten durchaus interessierte Hartz IV Leistungsbezieher zur Deckung des Fachkräftemangels herangezogen werden. Allerdings würden nur wenige von ihnen das Anforderungsprofil, bezogen auf die hohen Ansprüche und Qualifikationen in diesem Job, erfüllen. Im Ergebnis kommen die IAB-Forscher zu dem Schluss, dass „unter Berücksichtigung der formalen Voraussetzungen und der persönlichen Eignungseinschätzungen das im Bereich der Alg-II-Bezieher vorhandene Potenzial für dieses Berufsfeld deutlich begrenzter ist, als es zunächst erscheinen mag“.

Schulabschluss als Barriere

Lediglich 6.000 von den im Jahresdurchschnitt 2011 16.500 Hartz IV Beziehern, die einen Berufswunsch in der Kinderbetreuung angegeben haben, würden die formalen Voraussetzungen – mittlere Reife oder Hauptschulabschluss mit abgeschlossener Berufsausbilungung – zur Aufnahme einer Erzieherausbildung erfüllen, heißt es in der Studie.

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