„gute“ Hartz IV Empfänger sollen besser betreut werden

„gute“ Hartz IV Empfänger sollen besser betreut werden

Zukünftig sollen „gute“ Hartz IV Empfänger besser betreut werden, um in den Arbeitsmarkt einzusteigen. Für dieses Vorhaben sollen in NRW bis 2015 zusätzlich 238 Arbeitsvermittler abgestellt werden, die dann dafür sorgen sollen, dass zusätzlich 20.000 Stellen durch Hartz IV Bezieher besetzt werden.

Insgesamt sollen sich 553 Arbeitsvermittler um 57.000 Arbeitslose über 25 Jahren kümmern. Dabei ist zunächst die Rede von „marktnahen“ Hartz IV Empfängern, also jenen, die aufgrund ihrer Qualifikation, Motivation und Leistungsfähigkeit am ehesten in das Anforderungsprofil der Arbeitgeber passen. In NRW gelten derzeit gut 82.000 Arbeitslose als marktnah, so die Chefin der Regionaldirektion, Christiane Schönfeld.

33 Millionen für zusätzliche Vermittler

Die intensivere Betreuung lässt sich die Bundesagentur für Arbeit zusätzliche 33 Millionen Euro kosten. Damit soll bewirkt werden, dass pro Vermittler weniger Hartz IV Empfänger zu betreuen sind. Das Berliner Pilotprojekt „Berliner Joboffensive“ ist ein ähnliches Modell, welches bereits im Juni 2011 angelaufen ist. Die Statistiken sprechen für sich – durch die Reduzierung der zu betreuenden Arbeitslosen pro Vermittler von 1:1150 auf 1:1000 konnten bisher zusätzlich 18.000 Leistungsempfänger in Lohn und Brot bzw. eine Ausbildung vermittelt werden, so BA Vorstand Heinricht Alt.

Auch die 33 Millionen wären eine gute Investition. Wie Christiane Schönfeld vorrechnet, würden den Ausgaben bei einer Vermittlung von 20.000 Hartz IV Empfängern Einsparungen von 43 Millionen Euro für den Steuerzahler gegenüber stehen.

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