Hartz IV real geringer als bei Einführung 2005

Hartz IV real geringer als bei Einführung 2005

Regelbedarf anhand des Verbraucherpreisindex (VPI)Dass der Regelbedarf von Hartz IV Empfängern in den letzten Jahren quasi am Markt vorbei angepasst wurde, ist hinlänglich bekannt. Gemessen an der Inflation, werden Hartz IV Bezieher im kommenden Jahr 2013 dennoch real weniger Leistungen haben als bei der Einführung im Jahre 2005. Und eine Verbesserung ist nicht in Sicht, eher das Gegenteil ist der Fall.

Wie der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) am heutigen Nachmittag mitteilte, seien die Verbraucherpreise um insgesamt 14,5 Prozent seit 2005 gestiegen, der Hartz IV Regelbedarf für Alleinstehende lediglich um 10,7 Prozent. Wie hartziv.org bereits vor ein paar Wochen berichtete und anschaulich darlegte, zieht der Regelsatz an der Realität vorbei. Siehe auch die folgende Grafik im Vergleich zum Verbraucherpreisindex seit 2005 bis Oktober 2012:

Die größte Problematik ist, dass diese Preissteigerungen besonders bei Gütern der Grundversorgung ausgeprägt sind, hier also keine Ausweichmöglichkeiten bestehen. Die Gewerkschaften werfen der Regierung die Verschärfung der Armut im Land vor – schließlich seien die Preise für Lebensmittel in den letzten 8 Jahren um 20,7 Prozent gestiegen, Stromkosten sogar um fast 50 Prozent.

Demnach kann also auch die Hartz IV Erhöhung ab 01.01.2013 für Alleinstehende um 8 Euro auf sodann 382 Euro die Kosten nicht auffangen. Für Kinder von 6 bis 13 Jahren ist eine  Erhöhung von 4 Euro auf 255 Euro vorgesehen. 14 bis 17 Jährige erhalten gerade mal 2 Euro mehr und damit 289 Euro.

Trotz Erhöhungen deckt der Regelbedarf, den in Deutschland rund  Millionen Menschen erhalten (Sozialgeld inbegriffen), nicht einmal die laufenden Kosten und ist nicht einmal ein Tropfen auf den heißen Stein. Was sind also die Folgen???

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