Hartz IV Bezieher sterben laut Studie früher

Hartz IV Bezieher sterben laut Studie früher

Hartz IV Bezieher müssen den Gürtel enger schnallen. Eine Tatsache, die alle Lebensbereiche betrifft – und auch vor der Gesundheit nicht halt macht. So sind Untersuchungsergebnisse von DIW (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung) und RKI  (Robert-Koch-Institut) nicht verwunderlich. In einer Studie, die sich mit der Lebenserwartung verschiedener Personengruppen beschäftigte, stellten die Organisatoren fest, dass zwischen Personen aus unteren Einkommensschichten – zu denen auch Hartz IV Bezieher gehören – und höheren Einkommensklassen deutliche Unterschiede bestehen.

So zeigen Männer aus Haushalten mit weniger als 60 Prozent des Durchschnittseinkommens eine um 5 Jahre kürzere Lebenserwartung. Bei den Frauen betrug der Unterschied 3,5 Jahre. Experten machen als Ursache den fehlenden Spielraum in den Hartz IV Leistungen für dieses Bild verantwortlich.

Hartz IV Bezieher können sich Gesundheit nicht leisten

So ist in den Augen der Koordination Saarländischer Arbeitsloseninitiativen die Entwicklung ein Ausdruck der fehlender finanzieller Spielräume. Laut KSA fehlt den Betroffenen einerseits das Geld für den Arztbesuch und häufig auch für den Erwerb verordneter Arzneimittel. Betroffene scheuen den Gang zum Arzt und sind psychisch wesentlich stärkeren Belastungen ausgesetzt.

Laut dem KSA-Verbandsvorsitzenden Manferd Klasen entfiele der Arztbesuch besonders häufig dann, wenn sich das Quartalsende nähert und eine fortgesetzte Behandlung zur Belastung zu werden droht. Um dieses Problem zu lösen, macht sich die Koordination Saarländischer Arbeitsloseninitiativen für eine Befreiung von Hartz IV Beziehern und Geringverdienern von den Gesundheitskosten stark, um so die Schere zwischen den Einkommensgruppen zumindest in diesem Bereich wieder zu schließen.

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