Geldquellen und Hartz IV Betrug

Geldquellen und Hartz IV Betrug

Hartz IV Bezieher müssen gegenüber dem zuständigen Jobcenter ihre Einkünfte offenlegen. Allerdings gibt es Geldquellen, von denen besser niemand etwas weiß. Allerdings kann es dann durchaus sein, dass man gleich doppelt auf der Anklagebank sitzt – im wörtlichen Sinne. Konkret geht es um ein Verfahren, welches derzeit beim Amtsgericht Düsseldorf anhängig ist.

Darin wird einer Familie Sozialbetrug zum Vorwurf gemacht. Denn die 5-köpfige Familie, gegen welche verhandelt wird, hat in der Zeit von 2006 – 2011 nicht nur Hartz IV Leistungen in Höhe von knapp 82.500 Euro bezogen, sondern angeblich auch Gewinne aus einem Gewerbe erzielt. Letztere sollen sich auf um die 15.000 Euro belaufen haben.

Familienvater erbeutet mehr als 200.000 Euro

Wesentlich schwerer wiegt allerdings ein Einkommen, dessen Quelle dem Jobcenter sicher niemand freiwillig verraten hätte. Denn der 40 Jahre alte Familienvater beging im Januar 2010 ein Einbruchsdelikt. Die Beute: Schmuck im Wert von 220.000 Euro. Teile davon soll dessen Frau zu Geld gemacht und sich der Hehlerei schuldig gemacht haben.

Für die Tat wurde der 40-Jährige bereits zu einer Freiheitsstrafe verurteilt und sitzt jetzt noch einmal auf der Anklagebank – wegen der angeblichen Gewinne aus dem Einbruch. Die Anwälte sehen dies aber anders, denn deren Mandanten würden nicht auf ein Berg Geld sitzen, sondern hätten massive Schulden, da der entstandene Schaden aus dem Raubzug ersetzt werden müsse. Wie die Verhandlung weitergeht, ist derzeit offen.

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