Drei Viertel der Hartz IV Bezieherinnen würden auf Geld verzichten

Laut einer neuen Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung sind Alleinerziehende besonders gefährdet, was den Bezug von Hartz IV betrifft. Denn wie aus der Untersuchung hervorgeht, sind rund 40 Prozent der Alleinerziehenden auf die Leistungen aus der Grundsicherung angewiesen – obwohl sie für einen Job erhebliche Nachteile in Kauf nehmen würden.

Wie das IAB in der Studie herausgefunden hat, würden drei Viertel – also 75 Prozent – der Betroffenen nicht nur auf Geld verzichten bzw. sich mit einer Bezahlung zufriedengeben, die unter ihrer Qualifikation liegt, sie würden auch unter unangenehmen Bedingungen arbeiten.

Familie geht vielen Hartz IV Bezieherinnen vor

Allerdings sind Hartz IV Bezieherinnen, die ihren Nachwuchs allein erziehen, nicht in allen Bereich zu Abstrichen bereit. Speziell, wenn es um die Familie geht, ist die Kompromissbereitschaft geringer. Diese Tatsache umfasst unter anderem den Umzug in eine andere Stadt, familienunfreundliche Arbeitszeiten oder sehr lange Arbeitswege.

Wie das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung weiter herausgefunden hat, sind mehr als 33 Prozent der Hartz IV Bezieher, die in die Gruppe der Alleinerziehenden fallen, erwerbstätig. Allerdings fehlen häufig die Möglichkeiten für eine Vollzeitbeschäftigung, weshalb Minijobs in dieser Personengruppe weit verbreitet sind. Dass sich an der Einkommenssituation der Betroffenen in naher Zukunft viel ändern wird, ist eher fraglich, da hier eine ganztätige Betreuung der Kinder nötig ist. Und auch die Anhebung der Einkommensgrenzen für Minijobs und Tätigkeiten in der Gleitzone dürfte die finanzielle Lage kaum entspannen.

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