Hartz IV: Kinderarmut in Berlin besonders dramatisch

Hartz IV: Kinderarmut in Berlin besonders dramatisch

Unter Arbeitslosigkeit und Armut leiden nicht nur erwachsene Betroffene, sondern auch Kinder. Und diese sind damit auch auf Leistungen aus Hartz IV angewiesen. Eine Tatsache, die regelmäßig Sozialverbände und Kritiker der deutschen Sozialpolitik auf den Plan ruft. Allerdings hat die Bundesagentur für Arbeit endlich ein wenig Grund zu verhaltener Freude: Die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die auf Hartz IV angewiesen sind, ist 2011 leicht rückläufig gewesen.

Insgesamt erreichte die Zahl der unter 18-Jährigen, für die Hartz IV den Lebensunterhalt sichert, die Marke von 1,86 Mio. Demgegenüber lag die Zahl im Vorjahr noch bei rund 1,95 Mio. betroffenen Kindern und Jugendlichen.

Nach wie vor erhebliche regionale Unterschiede

Trotzdem bliebt die Quote der von Hartz IV abhängigen Kinder hoch. Denn es ist nach wie vor fast jedes siebente Kind, welches in entsprechenden Verhältnissen lebt. Und noch ein Trend hat sich über das Jahr 2011 gerettet: Die Hauptstadt Berlin ist und bleibt trauriger Rekordhalter.

Denn hier ist es nicht nur jedes 7. Kind, welche auf Hartz IV angewiesen ist, sondern jedes 3. Damit führt Berlin die Statistik an, gefolgt von Bremen und Sachsen-Anhalt. Schlusslicht und damit positiv in Erscheinung ist Bayern getreten. Hier sind nur rund sechs Prozent der Heranwachsenden betroffen – die regionalen Schwankungen sind also erheblich.

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