Ein-Euro-Job und die Chance auf Festanstellung

Ein-Euro-Job und die Chance auf Festanstellung

Ein-Euro-Jobs haben alles andere als einen guten Ruf – sowohl bei denen, die eine solche Tätigkeit ausüben wie auch im Rest der Bevölkerung. Eine neue Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung hat sich jetzt mit den Auswirkungen dieser Beschäftigung auseinandergesetzt und ist auf ein mehr oder minder überraschendes Ergebnis gestoßen. Der Ein-Euro-Job kann die Chancen von etwa Hartz IV Beziehern, in den kommen drei Jahren eine reguläre Anstellung zu finden, durchaus erhöhen.

Allerdings ist dieser Effekt nur in wenigen Prozent messbar. Deutlich höhere Jobchancen dürfen sich dagegen jene Verbraucher ausrechnen, die in eine von der Arbeitsagentur geförderte sprich bezuschusste Maßnahme mit einem Arbeitsentgelt rutschen. Diese Entgeltvariante ist nach Ansicht des IAB die aussichtsreichere Variante.

Stellen mit Arbeitsentgelt eher selten

Allerdings sind genau diese Stellen, welche nicht nur ein Arbeitsentgelt, sondern eine größere Nähe zur Praxis versprechen, eher selten. Den im letzten Jahr in 436.000 Ein-Euro-Jobs vermittelten Hartz IV Beziehern stehen lediglich 40.000 Stellen mit Arbeitsentgelt gegenüber. Ein großes Problem der 1-Euro-Jobs ist die Tatsache, dass ein öffentliches Interesse bestehen muss und es zu keiner Verdrängung kommen darf.

Der Einsatz in Unternehmen, die Betroffene übernehmen würden oder können, ist daher für diese Beschäftigungsform eher fraglich. Dennoch sehen die Experten auch die Entgeltvariante nicht ohne Fehl und Tadel, es droht die Gefahr, dass durch die Bezuschussung andere Stellen wegfallen, die Stellen mit Arbeitsentgelt also reguläre Jobs verdrängen.

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (noch keine Bewertungen)
Loading...