Kein Energiekosten Zuschuss für Hartz IV Bezieher

Kein Energiekosten Zuschuss für Hartz IV Bezieher

Wer Hartz IV bezieht, muss jeden Euro mindestens zweimal umdrehen. Die hohen Stromkosten der Vergangenheit sind aber nicht nur ein bloßes Ärgernis, sie werden zu einer bedrohlichen Belastung. So haben laut einem Bericht des Magazins „Report Mainz“ im Februar 2012 bereits 12.000 Familien ein Darlehen seitens der Jobcenter wegen hoher Stromkosten in Anspruch genommen. Zum Vergleich: Im Gesamtjahr 2007 lag deren Zahl bei 8.000.

Allerdings können Betroffene nicht auf Hilfe aus Berlin hoffen. Wie aus aktuellen Medienberichten hervorgeht, lehnt das Bundesarbeitsministerium die Forderungen nach einem Zuschuss für betroffene Haushalte in Deutschland ab.

Stromsperren nehmen immer mehr zu

Dabei hatte erst kürzlich der Paritätische Wohlfahrtsverband vor sogenannten Stromnotfällen gewarnt. Und auch andere Sozialverbände schlagen Alarm, da in den letzten Jahren zunehmend mehr Haushalte von den Stromsperren betroffen sind. Eine Tatsache, die ihre Ursachen auch im politischen Willen hat.

Denn die Stromkosten werden schon lange nicht mehr nur durch die Erzeugerpreise beeinflusst. Inzwischen hat der Staat durch Steuern und Umlagen einen wesentlichen Anteil an den Energiekosten und erwirtschaftet so Milliardeneinnahmen – auch auf dem Rücken der Hartz IV Bezieher.

Ein Grund, warum E.On-Chef Johannes Teyssen den Zuschlag für die Hartz IV Bezieher gefordert hat. Jener Zuschuss, dem eine Sprecherin des Bundesministeriums für Arbeit eine Absage erteilte. Stattdessen könnten die betroffenen Haushalte ein Darlehen bei ihrem zuständigen Jobcenter nach § 24 SGB II beantragen. Die Vergabe hierfür soll laut Medienberichten unter Berufung auf Hans-Joachim Fuchtel, Parlamentarischer Staatssekretär im Ministerium, geprüft werden.

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