Paritätischer Wohlfahrtsverband warnt vor Stromnotfällen

Paritätischer Wohlfahrtsverband warnt vor Stromnotfällen

Das Thema steigender Energiekosten ist in den letzten Wochen immer wieder in den Medien präsent gewesen. Dabei ging es vor allem um die Kosten für Benzin und Diesel, aber auch die Aufwendungen für Strom steigen stetig. Und der kürzlich vom OLG (Oberlandesgericht) Düsseldorf ergangene Beschluss zu den Durchleitungsgebühren für Strom und Gas dürfte die Daumenschrauben für manchen Verbraucher weiter anziehen. Ulrich Schneider vom Paritätischen Wohlfahrtsverband hat in einem Interview jetzt vor Stromnotfällen gewarnt, denn gerade in einkommensschwachen Haushalten setzt sich ein Teufelskreis in Gang.

Strom in Hartz IV Haushalten unverzichtbar

Was für Ulrich Schneider im Interview mit der „NWZ-online“ die Situation in besonderer Weise verschärft, ist die Tatsache, dass Hartz IV Bezieher selbst durch Stromsparen irgendwann an eine Machbarkeitsgrenze stoßen. „Ganz auf Strom verzichten kann man nicht“, so der Geschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes.

Auf der anderen Seite würden betroffene Haushalte in ihren Möglichkeiten zusätzlich eingeschränkt, da sie sich moderne und energiesparende Geräte oft nicht leisten könnten. Die Folge: Die Ausgaben für Strom steigen – selbst wenn am Stromverbrauch gespart wird. Das Ergebnis sind Haushalte, welche die Stromrechnung nicht mehr zahlen können und denen der Strom abgestellt wird.

Für Ulrich Schneider ist es deshalb notwendig, die Strompreisentwicklung in den Hartz IV Sätzen zu berücksichtigen, um die Preisexplosion aufzufangen. Eine Haltung, mit welcher der Wohlfahrtsverband nicht allein dasteht.

E.On-Chef fordert Hartz IV Zuschlag

So fordert E.On-Chef Johannes Teyssen einen Zuschlag für Bezieher von Hartz IV, um deren finanzielle Belastung auszugleichen. Als Grund gab Teyssen zu bedenken, dass ein Teil der explodierenden Kosten nicht durch den Markt entstanden ist, sondern im politischen Willen der Regierung liegt. Als Beispiel nannte E.On-Chef Teyssen die forcierte Energiewende und den Ausstieg aus der Atomenergie.

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