ALG I: 75.000 Jobsuchende sind auf Hartz IV angewiesen

ALG I: 75.000 Jobsuchende sind auf Hartz IV angewiesen

Wer in Deutschland über einen Zeitraum von 24 Monaten die Hälfte dieser Zeit in die Arbeitslosenversicherung einzahlt, erhält ALG I. Medienberichten zufolge reichen diese Leistungen aber in 75.000 Fällen nicht aus, um das Existenzminimum der Betroffenen zu sichern, sie sind zusätzlich auf Hartz IV angewiesen.

Dabei stützen sich die Medienberichte auf Zahlen der Bundesagentur für Arbeit. Insgesamt ist die Zahl der „Aufstocker“ in ALG I zwar gesunken, Wohlfahrtsverbände und Gewerkschaften kritisieren den Umgang mit diesem Personenkreis dennoch, da sie in deren Augen von den Arbeitsagenturen in die Jobcenter abgeschoben werden.

ALG I von weniger als 550 Euro

Der Trend zu einer sinkenden Zahl von ALG I Beziehern, die parallel auf Hartz IV angewiesen ist, geht seit 2008 (11 Prozent) zwar kontinuierlich zurück und hat im letzten Jahr mit 9,9 Prozent die 10-Prozent-Marke unterschritten. Allerdings bleibt das Problem weiterhin prekär, da die durchschnittlichen Leistungen aus ALG I für diesen Personenkreis bei durchschnittlich gerade einmal bei 511,79 Euro liegt.

Aufgestockt wurden diese Leistungen im Durchschnitt um 318,05 Euro aus den Leistungen der Jobcenter, welche die Betroffenen auch betreuen. Für den Paritätischen Wohlfahrtsverband ist diese Situation unhaltbar, es wird ein anderer Umgang mit den aufstockenden ALG I Beziehern gefordert.

Wer ist aber von dieser Situation besonders betroffen? Vorrangig Beschäftigte mit niedriger Qualifizierung gehören zu denen, die beim Verlust des Arbeitsplatzes parallel auf Hartz IV angewiesen sind, die Einkommen sich hier eher am unteren Ende der Skala orientieren.

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