Höherer Mietzuschuss für Hartz IV Bezieher

Höherer Mietzuschuss für Hartz IV Bezieher

Berlin ist nicht nur die bundesdeutsche Hauptstadt, sie gehört auch in Bezug auf die Zahl der Personen, die von Hartz IV Leistungen abhängen, zu den Brennpunkten der Bundesrepublik. Nachdem in der Vergangenheit lange über die Höhe der maximalen Unterkunftskosten gestritten wurde, hat sich mit der neuen Rechtsverordnung Wohnen die Auseinandersetzung endlich etwas entspannt. Sozialverbänden gehen die Änderungen, welche höhere Unterkunftskosten bedeuten, allerdings noch nicht weit genug.

Hartz IV Haushalte erhalten mehr Geld

Streitpunkt war in der Vergangenheit besonders die Lücke zwischen den maximalen Unterkunftskosten und den immer weiter steigenden Mieten. Jahr für Jahr sahen sich mehr Hartz IV Bezieher mit der Situation konfrontiert, dass seitens der Vermieter die Mieten erhöht wurden, die Anpassungen aber keinen Niederschlag in den gewährten Unterkunftskosten fanden.

Mit der neuen Verordnung soll dieser Umstand nun ab voraussichtlich 1. Mai aufgefangen werden. Hartz IV Haushalte erhalten dann als 1 Personen Bedarfsgemeinschaft 394 Euro statt bisher 378 Euro. Für Bedarfsgemeinschaften mit 2 Personen werden in der neuen Verordnung 472,50 Euro veranschlagt, Haushalte mit 4 Personen können mit 665 Euro rechnen. Dass es sich hier nur um Eckwerte handelt, ist der Tatsache geschuldet, dass in die Höhe der Unterkunftskosten auch Heizung und die Beschaffenheit der Immobilie einfließen sollen.

Dass die Unterkunftskosten steigen, ist ein erster Schritt, in den Augen von Sozialverbänden und Berliner Mieterverein aber noch nicht ausreichend. Verbandschef Reiner Wild kritisierte, dass ein Plus bei der Kostenübernahme von 5 – 7 Prozent die realen Veränderungen in Berlin bei Mieten und Heizkosten nicht widerspiegle, da beide Positionen für die Haushalte erheblich kräftiger gestiegen sind.

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