Von der Leyen gegen Lohn-Missbrauch bei Zeitarbeit

Wie die Bundesarbeitsministerin, Ursula von der Leyen (CDU), der Welt sagte, werde sie noch in dieser Legislaturperiode eine Regelung finden, um den Missbrauch bei den Billiglöhnen in der Zeitarbeit zu dämpfen. Es sei inakzeptabel, dass Mitarbeiter längerfristig für dieselbe Arbeit weniger Lohn erhalten. Das Ziel sollte sein, dass Zeitarbeiter den gleichen Lohn erhalten wie die Stammbelegschaft.

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Nach Aussagen von der Leyens dürfe die Zeitarbeit nicht die “feste Arbeit” ersetzen, sei aber ein wichtiger Faktor in der Wirtschaft, der kurzfristig für Flexibilität sorgt und Auftragsspitzen abfedert.

Gleichzeitig lehnte die Ministerin eine Verpflichtung der Unternehmen ab,  Männern und Frauen für die gleiche Arbeit den gleich Lohn zu zahlen. Sie stellte klar, dass Löhne “das ureigenste Geschäft von Arbeitgebern und Gewerkschaften” seien, und dass die Betriebsräte von den Unternehmen mehr Transparenz bei der Bezahlung fordern müssen.   Ursula von der Leyen verwies dabei auf eine Computerprogramm namens “Logip-D“, welches sie noch als Familienministerin eingeführt hatte. Diese Software können sich Betriebe kostenlos im Internet herunterladen und anhand der Lohndaten feststellen, ob im Unternehmen für vergleichbare Tätigkeiten ungleiche Löhne gezahlt werden.