Praxisgebühr: Caritas fordert Abschaffung für Hartz IV Bezieher

Praxisgebühr: Caritas fordert Abschaffung für Hartz IV Bezieher

Die Praxisgebühr ist in den letzten Tagen verstärkt in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt und wird seit dem Vorstoß der FDP zu deren Abschaffung diskutiert – allein schon vor dem Hintergrund der aktuellen Überschüsse in der GKV. Der Deutsche Caritasverband hat jetzt seine Forderung bekräftigt, zumindest die Ärmsten in Deutschland zu entlasten. Denn während in der Mittelschicht die Praxisgebühr ihre Steuerungsfunktion nicht erfüllen kann, hält sie Bezieher von Hartz IV und Grundsicherung nach Ansicht des Caritasverbands vom Arztbesuch ab.

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Hartz IV Bezieher schieben Arztbesuch auf

Wie der Deutsche Caritasverband bemängelt, würde die Praxisgebühr in den einkommensschwachen Schichten dazu führen, dass ein Besuch beim Arzt aufgeschoben oder sogar vermieden wird. Damit entsteht eine Situation, in der sich Krankheiten verschlimmern und nicht nur für Betroffene an Schwere zunehmen können, sondern auch das System stärker belasten.

Eigentlich wurde die Praxisgebühr von der Bundesregierung mit der Intention aus der Taufe gehoben, die Zahl der Arztbesuche zu steuern. Allerdings zeigen Studien, dass deutsche Verbraucher nach wie vor oft zum Arzt gehen.

Allerdings will der Caritasverband nicht einfach die Rücklagen der GKV für die Entlastung heranziehen, sondern alternative Modelle. Laut Verband braucht es Mittel, welche die Finanzierung in ähnlicher Weise bewältigen können, aber „unbürokratischer organisiert“ sind als die bisherige Lösung. Den ein Defizit der Praxisgebühr ist auch der bürokratische Aufwand, welcher für deren Liquidation betrieben werden muss.

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