Hartz IV Betrugsfälle im letzten Jahr rückläufig

Hartz IV Betrugsfälle im letzten Jahr rückläufig

In Deutschland sind 4,5 Millionen erwerbsfähige Personen auf Leistungen aus der Grundsicherung – oder einfach Hartz IV – angewiesen. Gemessen an dieser Zahl ist die Häufigkeit von Betrugsfällen gering. Im vergangenen Jahr leiteten die Jobcenter 47.500 Verfahren wegen des Verdachts auf Schwarzarbeit ein, leiteten knapp 20.000 Fälle der Staatsanwaltschaft zu und verhängten in 177.000 Fällen selbst Sanktionen gegen Bezieher von Hartz IV.

Insgesamt sind die Zahlen der Betrugsfälle damit im letzten Jahr rückläufig gewesen. Allein die Summe der Verfahren, die etwa auf falsche Angaben zu Vermögen und Einkommen zurückgehen und in denen die zuständigen Behörden selbst zu Strafen, wie Bußgeldern, griffen, haben sich um 50.000 verringert. Und bei den Strafverfahren, welche die Staatsanwaltschaften übernommen haben, sank die Quote gar um 16,7 Prozent.

Bundesagentur für Arbeit zieht positive Bilanz

Unterm Strich zieht die Bundesagentur für Arbeit im Bericht zur „Bekämpfung von Leistungsmissbrauch“ eine positive Bilanz zur Entwicklung des Jahres 2011. Allerdings ist es nicht unbedingt ein realer Rückgang der Betrugsfälle, welcher die Statistiken besser aussehen lässt. Einige Jobcenter sind – im Gegensatz zur Vergangenheit – nicht mehr Bestandteil zur Statistik.

Und auch die Zahl der erwerbsfähigen Leistungsempfänger ist in den Monaten zwischen Januar 2011 und Dezember 2011 gesunken. Damit sind die Veränderungen teilweise auf statistische Effekte zurückzuführen. Angesichts des Verhältnisses aus Leistungsbeziehern und Verfahren gibt die BA trotzdem Entwarnung, beim Gros der Bezieher von Hartz IV handelt es sich scheinbar um ehrliche Leistungsempfänger.

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