Betreuungsgeld: Hartz-IV-Familien gehen leer aus

Betreuungsgeld: Hartz-IV-Familien gehen leer aus

Die Bundesregierung will Anreize schaffen, die Familien mit Kindern unterstützen. In dieses Bild fügt sich bereits das Elterngeld ein, welches Familien erhalten, die ihren Nachwuchs in den ersten Lebensmonaten betreuen und deshalb keine Erwerbstätigkeit ausüben können. Mit dem Betreuungsgeld will der Bund diese Anreize ausweiten.

Eltern, die Kinder bis zum Alter von drei Jahren nicht in öffentlichen Einrichtungen zur Kinderbetreuung unterbringen, sollen im ersten Jahr 100 Euro, ab dem 2. Jahr 150 Euro pro Monat erhalten. Einen entsprechenden Gesetzesentwurf will das Familienministerium bis Ostern 2012 auf den Weg bringen.

Betreuungsgeld schon ab 2013

Wenn sich die Pläne den Wünschen des Ministeriums unter Kristina Schröder umsetzen lassen, kann das Betreuungsgeld bereits ab dem kommenden Jahr in Anspruch genommen werden. Wie aus Medienberichten hervorgeht, soll die Leistung allerdings nicht alle Familien zugute kommen, Bezieher von Hartz IV sollen vom Betreuungsgeld ausgeschlossen werden bzw. die Leistungen auf die Grundsicherung angerechnet werden.

Als Hinweis auf diese Tatsache wird gewertet, dass im Entwurf für den Bundeshaushalt nur relativ geringe Mittel angesetzt sind – im Vergleich zu den Summen, die man ursprünglich für das Betreuungsgeld veranschlagt hatte. So gehen die Planungen für 2013 von gerade einmal 400 Millionen Euro aus, welche für das Betreuungsgeld eingeplant sind, 2014 sollen dann 1,2 Milliarden bereitstehen. Zum Vergleich: Schätzungen gingen bisher davon aus, dass für das Betreuungsgeld von 150 Euro rund zwei Milliarden Euro nötig sein würden.

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