Bildungspaket: Eltern lassen finanzielle Unterstützung links liegen

Bildungspaket: Eltern lassen finanzielle Unterstützung links liegen

Eigentlich sollte das vor einem Jahr auf den Weg gebrachte Bildungspaket den Ärmsten der Armen helfen. Geplant waren Zuschüsse für Nachhilfe, Klassenfahrten und die Schulspeisung. Wie allerdings aus aktuellen Medienberichten hervorgeht, ist das Bildungspaket eher ein „Rohrkrepierer“, der nicht dort ankommt, wo er eigentlich helfen soll – bei den Kindern und Jugendlichen in Deutschland.

Entsprechendes geht zumindest aus einer Umfrage der Nachrichtenagentur dpa hervor. Der Grund, warum die Hilfen aus dem Bildungspaket zu kurz greifen, sehen Experten unter anderem in den Antragsformalitäten, welche viele Eltern betroffener Kinder eher abschrecken würden. Zudem ist der Verwaltungsaufwand so hoch, dass selbst die Ämter unter dem Bildungspaket leiden und extra dafür neue Stellen schaffen müssen.

Deutliche Kritik am Bildungspaket

Dass die Eltern sich vor dem Antrag scheuen, ist also nur eine Seite der Medaille. Für viele, die täglich mit dem Bildungspaket und den gesetzlichen Bestimmungen dazu arbeiten müssen, ist der Ärger groß. So bezeichnete unter anderem Rolf Lindemann vom Jobcenter Oder-Spree die gesetzlichen Rahmenbedingungen als „stümperhaft“. Etwas verhaltener, aber mit einem ähnlichen Tenor äußerten sich auch andere Experten.

Viele Bestandteile und Leistungen des Pakets finden kaum eine Nachfrage, selbst die Unterstützung für Schulessen ist alles andere als ein Reißer, es scheitert letzen Endes auch hier am bürokratischen Aufwand, der betrieben werden muss. Erfahrungen, wie die in Brandenburg, machen übrigens auch andere Bundesländer, die Nachfrage nach den Leistungen entwickelt sich erst langsam und liegt teilweise immer noch unter der Hälfte jener, für die das Paket eigentlich gedacht war.

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