Stromkosten: Wenn plötzlich die Lichter ausgehen

Hartz-IV-Empfänger leben am unteren Rand der Gesellschaft. Ein Urteil, das viele Bürger fällen und die daher eine gewisse Angst vor dem Abstieg mit in den Alltag nehmen. Welche Sorgen und Nöte Hartz-IV-Empfänger tatsächlich haben, bleibt oft im Dunkel. Dabei werden mitunter schon elementare Ansprüche zu einem Problem – wie die lückenlose Versorgung mit Strom. Allein in Nordrhein-Westfalen lag die Zahl der Stromsperrungen bei mehr als 62.000, Tendenz nach Ansicht einiger Experten steigend.

Wieviel Haushalte, die Hartz IV beziehen, in diese Zahl eingeschlossen werden müssen, geht aus den Fakten zwar nicht hervor. Trotzdem berichtet das Online-Magazin „derwesten.de“ von einem spürbaren Zusammenhang zwischen der Einführung von Hartz IV und einem Absinken der Zahlungsmoral. Ein Kernproblem ist nach Ansicht von Experten, dass die Energiekosten bzw. der Stromverbrauch aus der Regelleistung gedeckt werden muss.

Hier schlagen Preissteigerungen daher besonders zu. Familien, die plötzlich 20 Euro höhere Abschläge zu finanzieren haben oder vor einer hohen Jahresendabrechnung stehen, geraten so schnell in einen Kreislauf, der letzten Endes im Dunkeln endet – wenn der Energieversorger die Reißleine zieht.

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Aus Sicht von Schuldnerberatern ist es bis hier aber ein weiter Weg, viele Betroffene setzen in finanziellen Fragen falsche Prioritäten. Trotzdem bleibt das Thema – gerade vor dem Hintergrund aktueller Meldungen rund um das Thema Strompreiserhöhung und Energiekosten – ein heißes Eisen. Denn bei einem Regelsatz von 374 Euro fehlt jeder Euro, der mehr für Strom eingesetzt werden muss, zum Leben.