Hartz IV Regelsatz könnte 2013 auf 384 Euro steigen

Hartz IV Regelsatz könnte 2013 auf 384 Euro steigen

In Deutschland beziehen rund 6,2 Millionen Bürgerinnen und Bürger Leistungen aus der Grundsicherung – sprich Hartz IV. Dessen Höhe orientiert sich am Existenzminimum und ist damit auch an den Grundfreibetrag geknüpft. Geht es nach dem Bundesfinanzministerium für das neue Steuersenkungsgesetz, wird der Regelsatz 2013 deutlich steigen, da der Grundfreibetrag in 2 Schritten von 8.004 Euro auf zunächst 8.130 Euro und anschließend auf 8.354 Euro angehoben werden soll.

Regelsatz bald bei 384 Euro

Legt man die Rechnung des Finanzministeriums zugrunde, so ergibt sich nach Einschätzung von Experten ein Anstieg der Regelsätze auf mindestens 384 Euro. Warum genau allerdings das Existenzminimum und damit die entscheidende Einflussgröße auf den Hartz-4-Satz so deutlich steigt, hat das Finanzministerium bislang nicht erklärt. Zumindest würde dies eine erneute Anhebung bedeuten, zumal der Regelsatz bereits zum 01.01.2012 um 10 Euro auf 374 Euro angehoben wurde.

Einzig und allein die neuen Regelungen in Bezug auf die Fortschreibung, sprich die Kopplung an Lohn- und Preisentwicklung legt das Bundesfinanzministerium als Hinweis nahe. Denn nach dieser Methode fließen in die Berechnung der Regelsätze zu je 70 Prozent die Preise und 30 Prozent die Gehälter in Deutschland in den Regelsatz ein. Und beide Rechengrößen dürften sich angesichts der aktuellen Lage nach oben entwickeln.

Anhebung stößt auf Kritik

Während sich die Bezieher von Hartz 4 über mindestens zehn Euro mehr im Geldbeutel sicher freuen, stößt der geplante Schritt nicht überall auf Zustimmung. Wie zum Beispiel die „Frankfurter Rundschau“ berichtet, ist die SPD gegen die wiederholte Anhebung des Regelsatzes. Und auch im Bundesarbeitsministerium kann man den Argumenten der Ressortkollegen scheinbar noch nicht so recht folgen, sondern will bis Herbst 2012 für konkrete Aussagen abwarten.

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