Bildungspaket weiterhin Flop?

Die Nachfrage nach dem Bildungspaket seitens Wohngeld- und Hartz-IV-Empfängern steigt zwar, das Angebot bleibt aber nach Ansicht von Experten auch weiterhin keine Erfolgsgeschichte.

Nach Angaben des Deutschen Städtetages wurden für 44 Prozent der 2,5 Millionen anspruchsberechtigten Kinder Leistungen aus dem Bildungspaket beantragt, wobei am stärksten die Leistungen für ein regelmäßiges Mittagessen und die Teilnahme an Klassenfahrten nachgefragt werden. Wenig in Anspruch genommen werden die Leistungen zur Lernförderung von Kindern.

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    Dennoch sprechen Experten nicht von einem Erfolg. Trotz intensiver Werbung mit persönlichen Anschreiben sei die Nachfrage weiterhin nur schleppend. Dies verwundert auch nicht: die meisten Angebote aus dem Bildungspaket haben nichts mit Bildung zu tun und sind oft überflüssig. So gab es auch vor Einführung des Paketes an vielen Schulen die Möglichkeit, kostenloses Essen für bedürftige Kinder zur Verfügung zu stellen, dass von den Kommunen bezahlt wurde. Hier ist oftmals sogar eine Verschlechterung eingetreten: gab es vor der Einführung des Pakets das Essen umsonst, müssen sich die Eltern nun daran finanziell beteiligen. Das gleiche gilt auch für die Mitgliedschaft in Vereinen: viele Vereine verlangen keine Mitgliedsgebühren von Kindern aus Hartz-IV-Familien, womit ein entsprechender Antrag auf das Bildungspaket sinnlos erscheint.

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