Leben in London, ALG II in Deutschland?

Eine 52jährige Frau wurde vom Amtsgericht Böblingen verurteilt, weil sie unberechtigt Hartz IV bezogen hatte. Die Frau hat dem Jobcenter nicht gemeldet, dass sie bei Ihrem Freund in London lebte und erhielt dementsprechend weiterhin die Sozialleistung.

Nachdem die Frau weder auf Einladungen reagierte noch bei mehreren Kontrollbesuchen die Wohnungstür öffnete, wurde das Jobcenter misstrauisch und stellte die Leistungen ein. Bis zu diesem Zeitpunkt wurden der Frau insgesamt 20.000 € unberechtigte Leistungen gezahlt.

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Vor Gericht bestritt die Frau nicht, in London gelebt zu haben. Allerdings wollte sie die deutsche Wohnung nicht aufgeben, weil in dem Wohnort ihr Sohn und der Enkel wohnen würden. Aus diesem Gedanken heraus ließ sich die Frau fast drei Jahre lang die Miete für die deutsche Wohnung zahlen.

Die Frau wurde wegen Betruges zu einer Bewährungsstrafe von zwölf Monaten sowie 80 Stunden gemeinnütziger Arbeit verurteilt.