Urteil: Empfänger von Grundsicherungsleistungen können Bankgebühren als Werbungskosten absetzen

Nach einem Urteil des Sozialgerichtes Freiburg (Baden-Württemberg) können Bezieher von Grundsicherungsleistungen Kontoführungsgebühren als Werbungskosten absetzen.

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Damit gab das Gericht der Klage eines Rentners statt, der gegenüber dem Amt 5,90 € monatliche Gebühren für die Kontoführung geltend machte und die Anrechnung als Werbungskosten forderte. Der Mann begründete seine Forderung damit, dass er zwingend ein Konto benötige, um ohne weiteren Verlust die Sozialleistung erhalten zu können. Das Amt lehnte den Antrag ab und verwies darauf, dass im Regelsatz ein Pauschalbetrag von 1,02 € für Finanzdienstleistungen enthalten sei.

Das Sozialgericht folgte der Argumentation des Rentners und gab ihm Recht.

AZ: S 9 SO 406/08

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