Details zu den Betrugszahlen bei Hartz IV

In unseren News berichteten wir bereits am 04. April darüber (2010: Rekordjahr bei Hartz IV Betrug), dass die Fälle des Leistungsmissbrauches bei dem Bezug von ALG II noch nie so hoch wie im Jahr 2010 waren. Nun wurden weitere Details dazu bekannt.

Die hohe Zahl der aufgedeckten Betrugsversuche und des Leistungsmissbrauchs wurde demnach nicht nur durch die bessere Schulung und Organisation der Jobcenter aufgedeckt, auch der sich nach der Konjunktur erholende Arbeitsmarkt habe zu den Aufdeckungen beigetragen: da es 2010 wieder mehr freie Stellen auf dem Arbeitsmarkt gab, haben die Vermittler in den Jobcenter zu wesentlich mehr Vermittlungsgesprächen geladen, zu denen dann aber viele der betroffenen Langzeitarbeitslosen unentschuldigt fehlten.

Dementsprechend nehmen diese so genannten Meldeversäumnisse auch den größten Posten bei dem Leistungsmissbrauch ein und erhöhten sich um 20,5 Prozent auf 498.016 Versäumnisse.

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Auch die Zahl derjenigen ALG II Bezieher, die sich weigerten, eine zumutbare Arbeit, eine Ausbildung oder einen 1-Euro-Job anzunehmen, stieg stark an, nämlich um 3,1 Prozent auf insgesamt 102.631 Fälle. Allerdings hatte die Zahl der Arbeitsverweigerer im Jahr 2008 noch wesentlich höher gelegen: damals wollten 117.516 Hartz-IV-Bezieher keine entsprechenden Angebote annehmen.

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