Bildungspaket der Regierung läuft nur sehr schleppend an

Bildungspaket der Regierung läuft nur sehr schleppend an

Mit viel Hoffnung wurde insbesondere von Bundesarbeitsministerin von der Leyen das Bildungspaket im Rahmen der Hartz-IV-Reform gepriesen und verteidigt. Durch das Bildungspaket sollte es den Kindern von Hartz-IV-Beziehern ermöglicht werden, an Freizeitaktivitäten in Vereinen teilzunehmen, ein tägliches kostenloses Mittagessen in der Schule zu bekommen oder auch Nachhilfe in Anspruch zu nehmen.

Nun stellt sich heraus, dass kaum Anträge auf Teilhabe am Bildungspaket gestellt werden. Selbst in Großstädten wie Berlin, München und Hamburg bewegen sich die gestellten Anträge im dreistelligen Bereich, obwohl theoretisch allein in Berlin mehr als 200.000 Kinder Anspruch auf Leistungen aus dem Bildungspaket hätten.

Ein Grund für Zurückhaltung bei den Anträgen dürfte das komplizierte Antragsverfahren sein, über das wir bereits berichteten (Bildungspaket und Bürokratie bei Hartz IV). Auch ist kaum für das Bildungspaket bei den betreffenden Eltern geworben worden, in den Jobcentern zumindest in Berlin wird nur auf ausdrücklichen Nachfragen über das Bildungspaket beraten, Informationen zum Beispiel in Form von Plakaten oder Broschüren in den Jobcentern sind kaum vorhanden.

Bundesarbeitsministerin von der Leyen plant nun einen Runden Tisch zum Bildungspaket, bei dem mit den Bundesländern und kommunalen Spitzenverbänden darüber beraten werden soll, wie die Anlaufschwierigkeiten überwunden werden können.

Eltern, die ALG-II-Leistungen erhalten, wird dringend empfohlen, bis spätestens 30. April entsprechende Anträge auf Teilhabe auf die Leistungen aus dem Bildungspaket zu stellen, damit diese rückwirkend zum 01. Januar gewährt werden können.

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