2010: Rekordjahr bei Hartz IV Betrug

2010: Rekordjahr bei Hartz IV Betrug

Im Jahr 2010 wurden durch die Jobcenter so viele Betrugshandlungen im Zusammenhang mit dem Bezug von ALG II aufgedeckt wie noch nie zuvor.

Insgesamt seien laut einer Mitteilung der Bundesagentur für Arbeit 226.269 Straf- und Bußgeldverfahren wegen Leistungsmissbrauch eingeleitet worden, was 61.636 Fälle oder 37,4 Prozent mehr als 2009 waren. In rund 35.000 Fällen im Jahr 2010 bestätigte sich der Verdacht auf Leistungsmissbrauch nicht beziehungsweise konnte ausgeräumt werden. Die Summe der Verwarn- und Bußgelder stieg um knapp 30 Prozent auf 4,8 Millionen Euro.

Allerdings bedeutet das Rekordergebnis nicht zwangsläufig, dass immer mehr Bezieher von ALG II versuchen, zu betrügen. Vielmehr greife die entsprechende Qualifizierung der Sachbearbeiter in den Jobcenter, die somit schneller einen Leistungsmissbrauch erkennen könnten.

Ein Leistungsmissbrauch liegt beispielsweise dann vor, wenn ein ALG-II-Bezieher sein Einkommen aus einer Nebentätigkeit, den Bezug von weiteren Leistungen wie eine Rente oder den Besitz von Vermögen nicht angibt.

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