Kinderarmut und Hartz IV – jedes 6. Kind ist betroffen

Kinderarmut und Hartz IV – jedes 6. Kind ist betroffen

Laut einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung fehlt es armen Kindern in Deutschland an Möglichkeiten, am sozialen und kulturellen Leben teilzunehmen. Durch das Hartz IV haben diese Kinder zwar das Nötigste zum Leben – mehr aber auch nicht.

In 2 Prozent der befragten 4.000 Haushalte könne man sich für das Kind keine warme Mahlzeit am Tag leisten, 6 Prozent lebten in feuchten Wohnungen und 4 von 5 Haushalten sehen keine Möglichkeit, Geld für neue Bekleidung, Schulmaterialien oder Freizeitaktivitäten anzusparen.

Mehr als die Hälfte der betroffenen Kinder lebt in einer Bedarfsgemeinschaft, die sich so etwas wie wenigstens einen Kino-, Konzert- oder Theaterbesuch im Monat nicht leisten können. Auch ein Computer mit Internetanschluss ist eher ein Traum: 21 Prozent der befragten Haushalte können sich das nicht finanzieren, was sich wiederum negativ auf die schulischen Ergebnisse der Kinder auswirkt, da Computer zunehmend als Bildungsmedien in den Schulen eingesetzt werden.

Besonders anfällig für Armut sind Kinder, die von einem Alleinerziehenden betreut werden, mehrere Geschwister haben, deren Eltern einen Migrationshintergrund und/oder einen niedrigen Bildungsabschluss besitzen.

Im September des vergangenen Jahres lag die Quote aller Hartz-IV-Empfänger in der Gesamtbevölkerung bis 65 Jahre bei 10 Prozent, bei den Kindern unter 15 Jahren aber bei 16 Prozent. Somit wächst jedes sechste Kind in Deutschland in Armut auf.

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