Hartz IV: Teurer Ökostrom zehrt Hartz-IV-Erhöhung auf

Hartz IV: Teurer Ökostrom zehrt Hartz-IV-Erhöhung auf

Hartz-IV-Empfänger sollen ab 1. Januar 2011 fünf Euro mehr erhalten. Die schwarz-gelbe Bundesregierung klopft sich dafür auf die Schulter und feiert die Hartz-IV-Erhöhung als wichtigen Schritt. Dass Bezieher von Hartz IV viel von der Erhöhung haben, darf allerdings bezweifelt werden. Wie der Spiegel in seiner Online-Ausgabe berichtet, steigt die Umlage zur Förderung erneuerbarer Energien im kommenden Jahr. Aktuell schlägt die Umlage mit 2,05 Cent zu Buche.

Deutliche Teuerung beim Strom

Für das kommende Jahr wird die Umlage aber auf 3,5 Cent pro Kilowattstunde steigen. Spiegel Online stützt sich dabei auf das Verbraucherportal Verivox. Damit müssen auch Hartz-IV-Empfänger wieder etwas tiefer in die Tasche greifen, denn Stromkosten gehören zu den Sonderleistungen und werden nicht erstattet. Ein Durchschnittshaushalt gibt 2011 pro Monat rund 5 Euro mehr für Strom aus. Der Effekt durch die Anhebung des Hartz-IV-Satzes ist damit gleicht null.

Alternative Stromanbieter wechseln

Clevere Verbraucher wechseln in einer solchen Situation kurzerhand den Stromverbraucher. Eine Variante, die nicht jedem Hartz-IV-Empfänger offen steht. Günstige Stromanbieter, die Energie als festes Paket verkaufen, verlangen in der Regel Vorkasse. Und dies sprengt schnell den Rahmen des Machbaren. Experten sehen aber noch eine andere Möglichkeit. Besonders großen Einfluss auf die Umlage hat die Solarenergie. Ein längst fälliger Paradigmenwechsel – sprich der Bau weniger Solaranlagen – könnte ebenfalls helfen.

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