Hartz IV: Heftige Debatte entzündet sich an der „Chipkarte für Bildung“

Hartz IV: Heftige Debatte entzündet sich an der „Chipkarte für Bildung“

Die Neuregelung der Hartz-IV-Sätze sorgt in der Politik für Durcheinander und heftige Debatten. Während Ursula von der Leyen im Morgenmagazin des öffentlich-rechtlichen Senders ARD eine Beteiligung privater Spender an der Finanzierung von Bildungsgutscheinen für Kinder aus Hartz-IV-Familien angeregt hat, entzündet sich eine Diskussion an der Bildungschipkarte. Neben einigen Befürwortern dieser Lösung regt sich an dem Vorschlag, die Bildungsangebote über eine Chipkarte zu verteilen, Widerstand.

SPD-Bildungsexpertin Ulla Burchardt sieht die Gefahr, dass mit den Ansätzen von Ministerin von der Leyen Bildung zur Ware verkommt. Gleichzeitig wäre der Aufbau eines Chipkartensystems mit enormen Kosten verbunden. Ein Kritikpunkt, den vor allem Sozialministerin Haderthauer ins Feld führt. „Bei der Haushaltslage möchte ich, dass dieses Geld komplett bei Familien ankommt, und nicht für den Aufbau eines unglaublich aufwendigen Chipkartensystems aufgewendet wird“, so die Ministerin.

Chipkartensystem teuer bürokratischer Kraftakt

Sozialministerin Haderthauer wies daraufhin, dass Bildungsträger und Vereine – also jede Einrichtung, die für Hartz-IV-Kinder Leistungen zur Verfügung stellen will, erst entsprechende Lesegeräte anschaffen müsste. Daraus ergibt sich nicht nur ein erheblicher Kostenfaktor. Auch der Verwaltungsaufwand wäre enorm. Für die bayerische Sozialministerin sind die Gutscheine zudem ein kollektives Misstrauensvotum gegen Hartz-IV-Familien.

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