Forscher: Unterschicht wächst aufgrund des gesellschaftlichen Wandels

Die Mittelschicht bröckelt langsam, gleichzeitig wächst die Kluft zwischen Arm und Reich. So wird die aktuelle Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) zusammengefasst und bestätigt damit das, was Verbände und Gewerkschaften seit Jahren beklagen. Die Zeitung „Die Welt“ spricht angesichts der Fakten von Panikmache.

Sie zitiert unter anderem den Gesellschaftsforscher und Vorstand des Denkwerks Zukunft, Meinhard Miegel. Nicht der „massenhafte Abstieg aus der Mittelschicht“, sondern der gesellschaftliche Wandel sei dafür verantwortlich, dass die Armut zunehme. „Der wachsende Anteil der Migranten an der Bevölkerung sowie die Zunahme der Alleinerziehenden sind die Hauptursachen für diesen Trend“, erklärt er.

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    Jedes zweite Hartz-IV-Kind wachse mit nur einem Elternteil auf. Die Menschen würden sich schneller trennen und verlangten dann, dass der Staat für sie sorge. Das größte Armutsrisiko sei damit der Zerfall der Familie. Dass die Unterschicht weiter anwachse, liege zudem daran, dass Migranten mehr Kinder bekämen. Sie und der Nachwuchs liefen aufgrund des unterdurchschnittlichen Bildungsniveaus Gefahr, dauerhaft arbeitslos zu sein. Dagegen helfe nur „Bildung, Bildung, Bildung“.