Hartz IV Sparpläne – Margot Käßmann ruft Kirche zum Widerstand auf

„Hartz-IV-Empfänger haben nicht weniger Würde als andere Menschen“, sagt Margot Käßmann, ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, und ruft zum Widerstand gegen die Sparpläne der Bundesregierung auf. Damit stimmt sie in einen immer größer werdenden Chor ein, dem die Einschnitte besondere im sozialen Bereich zu tief sind, weil sie die Ärmsten der Armen treffen.

Die Kritik von Margot Käßmann richtet sich vor allem gegen den Plan, das Elterngeld für Hartz-IV-Empfänger komplett zu streichen. Hier sei kirchlicher Widerstand nötig. Die Kirche habe eine Wächterrolle und dürfe sich daher auch politisch engagieren, erklärte die ehemalige Landesbischöfin im Rahmen des Martin-Luther-Forums in Gladbeck. Sie steht mit ihrer Kritik nicht allein auf weiter Flur, sondern hat Gewerkschaften und Opposition auf ihrer Seite.

SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles bezeichnet die Maßnahmen der schwarz-gelben Regierung als „extrem feige“. Mit dem Sparpaket würden „Bedürftige rasiert“ und die „Verursacher dieser Krise geschont“. Vonseiten des Deutschen Gewerkschaftsbundes befürchtet man, dass durch die Maßnahmen die Arbeitslosigkeit weiter steigt. Es handle sich um ein „Dokument der Perspektivlosigkeit und sozialen Schieflage“, mit dem Langzeitarbeitslose über Gebühr belastet werden.

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