Hartz IV: FDP will die Zuverdienstmöglichkeiten neu regeln

Die nächste Runde mit Vorschlägen zu Hartz IV und Möglichkeiten, Langzeitarbeitslose in Lohn und Brot zu bringen, ist eröffnet. Die FDP will dazu die Anreize, eine sozialversicherungspflichtige Arbeit aufzunehmen, verbessern. Zwei Vorschläge im Bezug auf die Hinzuverdienstmöglichkeiten, die gestern vorgestellt wurden, stehen im Raum.

    HartzIV.org Newsletter - Nichts mehr verpassen!

    Hol' Dir jetzt unseren kostenfreien Newsletter und beginne schon mit der ersten Ausgabe, Deinen Wissensstand sofort zu verbessern!

    Hartz-IV-Empfänger dürfen aktuell monatlich 100 Euro des Zuverdienstes behalten. Jeder Cent darüber wird zu 80 Prozent mit den Leistungen verrechnet. Das soll sich verbessern. Vorschlag eins baut weiterhin auf einen Grundfreibetrag von 100 Euro, allerdings mit einer gestaffelten Anrechnung auf die Hartz-IV-Zahlung. Von 100 bis 1.000 Euro sollen 40 Prozent nicht angerechnet werden, bei höheren Bezügen 20 Prozent. Idee Nummer zwei sieht einen anrechnungsfreien Betrag von 40 Euro vor, wenn das Einkommen bis 200 Euro beträgt. Bis 400 Euro sollen 40 Prozent anrechnungsfrei sein, bis 1.000 Euro 50 Prozent.

    Weitere Punkte im FDP-Vorschlag sind die Unterkunftskosten und die Regelsätze bei Bedarfsgemeinschaften. Die Unterkunftskosten sollen künftig pauschal gezahlt werden, unter Berücksichtigung regionaler Besonderheiten. Und bei Bedarfsgemeinschaften sollen beide Partner – unter Prüfungsvorbehalt – den vollen Regelsatz erhalten. Bislang werden einem der beiden nur 80 Prozent ausgezahlt.