Expertenvorschlag: Hartz IV auf fünf Jahre begrenzen

Expertenvorschlag: Hartz IV auf fünf Jahre begrenzen

Professor Dr. Dr. Gunnar Heinsohn, Soziologe und Wirtschaftswissenschaftler, bringt eine ganz neue Facette in die Hartz-IV-Diskussion. Er spricht nicht von Regelsätzen, sondern von der Bezugszeit. Sie soll seiner Ansicht nach auf fünf Jahre beschränkt werden. Bestätigt wird er in dieser Ansicht vom Finanzexperten Professor Bernd Raffelhüschen. Lediglich Grundsicherungsmaßnahmen sollen zeitlich unbegrenzt bleiben.

Ziel, so Raffelhüschen, müsse ein Anreiz sein, wieder selbst aktiv zu werden. Auch Heinsohn kritisiert in erster Linie, dass sich viele in Hartz IV eingerichtet haben und Einwanderer nur aus diesem Grund nach Deutschland kommen. Die Folgen seien unübersehbar: 20 Prozent der Babys würden vom Steuerzahler finanziert, weil sich die vom Sozialstaat unterstützte Unterschicht stärker vermehre. Hinzu komme ein miserables Bildungsniveau. Dass eine zeitliche Begrenzung Erfolg haben könnte, zeige sich in den Vereinigten Staaten. Dort habe Bill Clinton mit eben diesem Schritt die Zahl der Sozialhilfeempfänger von 12,2 auf 4,5 Millionen senken können.

Der Finanzexperte Raffelhüschen geht sogar noch einen Schritt weiter. Er schlägt vor, Hartz IV zu halbieren und stattdessen jeden Euro, den ein Hartz-IV-Empfänger verdient, vom Staat mit einem weiteren Euro aufzustocken. „Jeder Mensch kann etwas. Und das, was er kann, soll er machen“, lautet seine Devise. Eine erste Umfrage der „Bild“ ergab, dass 61 Prozent (von 39.000) für die Idee sind, Hartz IV auf fünf Jahre zu beschränken. 39 sind dagegen und sagen: „Nein, denn wer keinen Job findet, muss sich auf den Sozialstaat verlassen können.“ Ob die Experten in der Politik Gehör finden, bleibt abzuwarten.

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne
5,00 von 5 Punkten, basierend auf 3 abgegebenen Stimmen.
Loading...