Studie belegt: Hartz-IV-Empfänger sind bei der Arbeitssuche sehr aktiv

Entgegen der landläufigen Meinung sind Hartz-IV-Empfänger durchaus gewillt, zu arbeiten. Die Bemühungen um einen regulären Job liefen allerdings meistens ins Leere. Das ergab eine Studie des Institutes für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), die heute vorgestellt wurde.

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    Demnach seien Empfänger von Hartz IV recht aktiv und zeigten Eigeninitiative, wenn es darum gehe, Arbeit finden. Ein-Euro Jobs und Mini-Jobs sowie Leiharbeit erwiesen sich dabei als probater Weg, materielle Notlagen zu mindern. Personen, die ausschließlich vom Arbeitslosgengeld II lebten, hätten hingegen häufiger finanzielle Probleme. Mache sich dadurch Resignation breit, hält das IAB „Strategien der motivationsbezogenen Stabilisierung“ für erforderlich. Da Sanktionen in solchen Fällen nichts brächten, raten die Autoren der Studie, die Betroffenen sozialpädagogisch zu unterstützen und sie mit Aktivierungsangeboten an den Arbeitsmarkt heranzuführen. Die Ergebnisse, die bestätigen, dass der passive Leistungsbezieher eher die Ausnahme ist, beruhen im Übrigen auf Intensivgesprächen mit Empfängern der Grundsicherung.